Weltkirche

Ein Leben lang dem hl. Bruder Konrad nahe

Redaktion am 02.01.2023

2023 01 02 pb alb papst benedikt in der bruder konradkirche altoetting 2006 Foto: Werner Friedenberger
Was für ein Augenblick! Papst Benedikt XVI. betet am 11. September 2006 in Altötting vor dem Grab des heiligen Klosterpförtners Bruder Konrad.

Bereits im Jahr 1934 nahm Joseph Ratzinger mit seinen Geschwistern Maria und Georg an der Heiligsprechungsfeier Bruder Konrads in Altötting teil. 72 Jahre später betete er vor dem Grab des heiligen Klosterpförtners.

2023 01 02 pb alb papst benedikt ratzinger kinder Foto: Archiv
Ein Leben lang Bruder Konrad nahe: Im Jahr 1934 nahm Joseph Ratzinger (rechts) mit seinen Geschwistern Maria und Georg an der Heiligsprechungsfeier in Altötting teil.

Am Pfingst­tag 1934 war die Hei­lig­spre­chung von Bru­der Kon­rad von Par­zham. Sei­ne sterb­li­chen Über­res­te lie­gen in einem Reli­qui­en­grab der nach ihm benann­ten Kir­che in Altötting. 

Papst Bene­dikt XVI. war 1934 im Alter von sie­ben Jah­ren mit sei­ner Fami­lie dabei, als in Alt­öt­ting Fei­er­lich­kei­ten anläss­lich der Hei­lig­spre­chung des Kapu­zi­ners statt­fan­den. In die­sem demü­ti­gen und grund­gü­ti­gen Men­schen fan­den wir das Bes­te unse­res Stam­mes ver­kör­pert und durch den Glau­ben zu sei­nen schöns­ten Mög­lich­kei­ten geführt“, notiert Joseph Ratz­in­ger in sei­nen Erin­ne­run­gen. Der 1818 im Rot­tal gebo­re­ne Hei­li­ge dien­te bei den Alt­öt­tin­ger Kapu­zi­nern 40 Jah­re lang an der Pfor­te. Täg­lich beten vie­le Men­schen in der Kir­che Bru­der Kon­rads. Am 11. Sep­tem­ber 2006 besuch­te ihn Papst Bene­dikt XVI

In dem von Bis­tums­blatt-Redak­teur Wer­ner Frie­den­ber­ger her­aus­ge­ge­ben Buch Bru­der Kon­rad von Par­zham. Einer von uns. Begeg­nung mit einem Hei­li­gen“ (2010), schrieb Papst Bene­dikt XVI. im Gruß­wort: Der Pfört­ner Kon­rad hat die Her­zen vie­ler für die Begeg­nung mit dem leben­di­gen Gott auf­ge­schlos­sen. Sei­ne Hei­lig­spre­chung fiel dann in eine Zeit, in der vie­le Men­schen sich Chris­tus, dem wah­ren Erlö­ser, ver­schlos­sen hat­ten und ein Men­schen­bild ver­herr­lich­ten, das sich in Gewalt und unge­brems­tem Macht­an­spruch zu ver­wirk­li­chen mein­te. Die­ser Ideo­lo­gie, dem lee­ren Pathos des Über­men­schen, tritt der hei­li­ge Bru­der Kon­rad gegen­über, der sich von sich selbst zu lösen ver­mag, sich vor allen ande­ren Din­gen zuerst Gott anver­traut und aus die­ser Bezie­hung her­aus der wah­ren Gemein­schaft der Men­schen dient.“

Friedenberger_Werner

Werner Friedenberger

stellv. Chefredakteur

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