Wallfahrt

Mosaike aus der Wallfahrt

Michael Glaß am 16.10.2023

2023 10 16 pb alb wallfahrtsmosaike hallertau8 Foto: Roswitha Dorfner
Fußwallfahrer aus der Hallertau ziehen in die Basilika ein.

Der „Rosenkranz-Monat“ Oktober ist ein sehr beliebter Monat für Wallfahrer – und in den ersten beiden Wochen konnten sich die Pilger über perfektes Wetter mit viel Sonnenschein und angenehmen Temperaturen freuen. Die bekannteste Gruppe kommt – immer zum Ende der Hopfenernte – aus der Hallertau. Hier eine kleine Auswahl der Pilger(Gruppen) bei ihrer Ankunft in Altötting.

„Es tut gut, miteinander zu beten“

Der ers­te Okto­ber-Sonn­tag steht in Alt­öt­ting ganz im Zei­chen der Hal­ler­tau­er Fuß­wall­fahrt. Zum 61. Mal kamen die Pil­ger aus Wolnz­ach und Umge­bung heu­er an den Gnadenort.

Im Gegen­satz zur letzt­jäh­ri­gen Jubi­lä­ums­wall­fahrt mit viel Regen hat­ten die heu­er 701 Teil­neh­mer drei Pil­ger­ta­ge lang vom 29. Sep­tem­ber bis 1. Okto­ber pracht­vol­les Alt­wei­ber­som­mer-Wet­ter. Rei­fe­re Frau­en“, wie sie Pau­li­ner­pa­ter David Kolod­zie­jc­zyk augen­zwin­kernd bezeich­ne­te, habe er vor der Gna­den­ka­pel­le ange­trof­fen und die­se oute­ten sich als Pil­ger aus der Hal­ler­tau, qua­si die Vor­hut der Hal­ler­tau­er Fuß­wall­fahrt, die um die Mit­tags­zeit erwar­tet und zur Freu­de von P. David und dem stell­ver­tre­ten­den Wall­fahrts­rek­tor Kapu­zi­ner­pa­ter Mari­nus Par­zin­ger über den Kapell­platz zur St. Anna-Basi­li­ka ein­be­glei­tet wurden.

Ich bin dann mal da – vor eini­gen Tagen hieß es, ich bin dann mal weg“, resü­mier­te der Haupt­ze­le­brant und Pre­di­ger beim Pil­ger­got­tes­dienst in der St. Anna-Basi­li­ka, Pfar­rer Maxi­mi­li­an Roeb, nach dem geflü­gel­ten Wort und Buch­ti­tel des Schau­spie­lers und Komi­kers Hape Ker­ke­ling, der dar­in über sei­ne Zeit als Jakobs­weg-Pil­ger berich­te­te. Zwar müde, doch erleich­tert anzu­kom­men nach anstren­gen­dem Pil­ger­marsch set­ze eines vor­aus: Gott als den Weg und das Ziel unse­res Lebens.

Pil­ger­lei­ter Klaus Nöscher freu­te sich über die Teil­nah­me einer Grup­pe Jugend­li­cher mit Pil­ger­kreuz, mit eige­ner Weg­ge­stal­tung durch Gebet und Lie­der, und einen neu auf­ge­stell­ten Chor zur Got­tes­dienst­ge­stal­tung in der St. Anna-Basi­li­ka. Mit dabei wie­der Pil­ger-Urge­stein Wil­li Pfal­ler aus Kip­fen­berg. Es ist die­ses Jahr die 68. Fuß­wall­fahrt“, rech­net er stolz vor – 42 Mal bei den Hal­ler­tau­ern und 16 Mal beglei­te­te er die Pför­rin­ger an Pfings­ten. Seit 50 Jah­ren ist Pfal­ler Grup­pen­lei­ter und am 20. Okto­ber fei­ert er sei­nen 83. Geburts­tag, ein­fach unglaublich!

Auf fast 40-jäh­ri­ge Pil­ger­treue konn­te Anna Bau­mann (72) aus Wein­hau­sen Rück­schau hal­ten. Sie durf­te die­ses Jahr das ori­gi­na­le Hal­ler­tau­er Vor­trags­kreuz, mit Hop­fen­dol­den umrankt, beim Ein­zug um die Gna­den­ka­pel­le zur St. Anna-Basi­li­ka tra­gen – aus Dank­bar­keit, wie sie erzähl­te, da ihr Ehe­mann bereits mit 38 Jah­ren Dia­ly­se­pa­ti­ent war, den sie zu Hau­se ver­sor­ge und der nun­mehr seit 25 Jah­ren mit einer Spen­der­nie­re leben darf. Anna Bau­mann nennt das Mit­pil­gern dank­bar ihre fünf­te Jah­res­zeit“. Zum 30. Mal dabei war Mari­on Zie­gl­mai­er (mit hop­fen­ge­schmück­tem Pil­ger­kreuz); Vater Sebas­ti­an Schmelz (79) hat das Fuß­pil­gern nach 44 Jah­ren auf­ge­ge­ben, ist jetzt aber als Fah­rer mit dabei, wie sie berich­tet. Mit dem Pil­ger­vi­rus infi­ziert, hilft man halt mit, so lan­ge man kann.

Seit 1963 übri­gens wird das Hal­ler­tau­er Vor­trags­kreuz mit­ge­tra­gen, erzählt Kon­rad Frank, des­sen Vater Sil­ves­ter es bei einem Scheyrer Schnit­zer in Auf­trag gege­ben hat­te – eine beson­ders schö­ne Dar­stel­lung des Gekreu­zig­ten, zur lin­ken die Got­tes­mut­ter Maria, zur Rech­ten der Lieb­lings­jün­ger Johannes.

Wir gehen gemein­sam einen Weg, in der St. Anna-Basi­li­ka ange­kom­men als Fami­lie ver­eint“, beton­te Bru­der Mari­nus bei der Pil­ger­be­grü­ßung und dank­te fürs Kom­men. Es tut gut, mit­ein­an­der zu beten und der Got­tes­mut­ter Maria die mit­ge­tra­ge­nen Sor­gen anzu­ver­trau­en“ bestä­tig­te Pil­ger­lei­ter Klaus Nöscher. Coro­na habe die Tra­di­ti­ons­wall­fahrt aus­ge­bremst, doch heu­te sehe ich eine posi­ti­ve Ent­wick­lung, 701 Teil­neh­mer sind ange­kom­men, das stärkt und macht Hoff­nung für unse­re Hal­ler­tau­er Fuß­wall­fahrt, es geht wie­der aufwärts!“

Dan­ken wir, dass wir hier sein dür­fen, für die Weg­be­glei­tung, die Sehn­sucht, hier­her zu ihm zu fin­den, die spür­ba­re Nähe Got­tes im Ver­trau­en. Er ist da, hier für uns, hier am Gna­den­ort der Got­tes­mut­ter“, beton­te Pfar­rer Roeb, der in Kon­ze­le­bra­ti­on mit Pfar­rer Mar­tin Mau­rer dem Pil­ger­got­tes­dienst vor­stand. Es sei eine Wohl­tat, von Maria ange­schaut zu wer­den“. Wir könn­ten die Mut­ter­got­tes als Vor­bild für unser Leben neh­men, so der Pil­ger­pfar­rer: Bli­cken wir auf Maria, sie ist das Wag­nis ein­ge­gan­gen, mit ihrem Ja zu ihrem Weg, zum Auf­trag Got­tes. Sie war hell­hö­rig mit dem Her­zen auf Got­tes Stimme!“

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

2023 10 16 pb alb wallfahrtsmosaike hallertau1
2023 10 16 pb alb wallfahrtsmosaike hallertau2
2023 10 16 pb alb wallfahrtsmosaike hallertau3
2023 10 16 pb alb wallfahrtsmosaike hallertau4
2023 10 16 pb alb wallfahrtsmosaike hallertau5
2023 10 16 pb alb wallfahrtsmosaike hallertau6
2023 10 16 pb alb wallfahrtsmosaike hallertau7
2023 10 16 pb alb wallfahrtsmosaike hallertau8
Fußwallfahrer aus der Hallertau ziehen in die Basilika ein.
2023 10 16 pb alb wallfahrtsmosaike hallertau9
2023 10 16 pb alb wallfahrtsmosaike hallertau10
2023 10 16 pb alb wallfahrtsmosaike hallertau11
2023 10 16 pb alb wallfahrtsmosaike hallertau12
2023 10 16 pb alb wallfahrtsmosaike hallertau13
2023 10 16 pb alb wallfahrtsmosaike hallertau14
2023 10 16 pb alb wallfahrtsmosaike hallertau15
2023 10 16 pb alb wallfahrtsmosaike hallertau16
2023 10 16 pb alb wallfahrtsmosaike hallertau17
2023 10 16 pb alb wallfahrtsmosaike hallertau18
2023 10 16 pb alb wallfahrtsmosaike hallertau19
2023 10 16 pb alb wallfahrtsmosaike hallertau20

Kreuz in Altötting abgelegt

2023 10 15 pb alb wallfahrtsmosaike pilgerinnen mit kreuz

Aus Dank­bar­keit, dass sie wie­der gesund wur­de, hat­te eine Pil­ge­rin am 2. Okto­ber ihr Kreuz“ sym­bo­lisch ver­packt in einem Holz­kreuz, gefer­tigt aus einem Kla­vier­holz einer spe­zi­el­len Fich­ten­art“, wie die Pil­ge­rin, die nament­lich nicht genannt wer­den möch­te, mit dem Auto von Pas­sau nach Alt­öt­ting gebracht. Beglei­tet wur­de sie von ihrer Schwie­ger­mut­ter, bei­de Frau­en leg­ten die­ses Kreuz im Umgang der Gna­den­ka­pel­le ab.

Text und Foto: Ros­wi­tha Dorfner

Wie „Heimkommen“

Damit wir nicht nur äußer­lich, son­dern auch inner­lich in Bewe­gung kom­men, die Mit­te errei­chen, wol­len wir kurz still wer­den und inne­hal­ten“, emp­fahl der stell­ver­tre­ten­de Wall­fahrts­rek­tor Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Mari­nus Par­zin­ger den 200 Bus­pil­gern aus Auer­bach-Peg­nitz SEE nach der Ein­be­glei­tung zur Gna­den­ka­pel­le. Unter den Klän­gen einer Blä­ser­grup­pe und fei­er­lich mit Fah­nen­ab­ord­nung an der Spit­ze zogen die Wall­fah­rer am 3. Okto­ber über den Kapell­platz zum Hei­lig­tum Unse­rer Lie­ben Frau. Es ist wie Heim­kom­men“, bestä­tig­ten vie­le Pil­ger, so Bru­der Mari­nus. Bei der Mut­ter­got­tes erfah­re man Gebor­gen­heit und Zuver­sicht. Nicht nur beim gemein­sam gesun­ge­nen Lied Maria breit den Man­tel aus“ wur­den alle Anlie­gen mit­ein­ge­schlos­sen, son­dern auch beim Pil­ger­got­tes­dienst mit Pfar­rer Nor­bert Förs­ter im Kongregationssaal.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Auftrag mit Tiefgang

Lang­jäh­ri­ge Pil­ger­tra­di­ti­on hat die Deka­nats­wall­fahrt aus Nab­burg-Neun­bur­g/Opf. unter der geist­li­chen Lei­tung von Dekan Alfons Kauf­mann, die all­jähr­lich am Tag der Deut­schen Ein­heit, 3. Okto­ber, nach Alt­öt­ting kommt. Der Pil­ger­got­tes­dienst in der Basi­li­ka wur­de die­ses Jahr zusam­men mit Teil­neh­mern der Pfar­rei und KAB Immenreuth und mit einer grö­ße­ren Pil­ger­grup­pe aus Regens­burg-Rein­hau­sen und Königs­moos zu einem gro­ßen Fest“. Kir­che sei immer eine Gemein­schaft, die mit­ein­an­der fei­ert und somit Glau­bens­freu­de zum Aus­druck bringt“, wie Dekan Kauf­mann beton­te. Für den Pre­di­ger Pfar­rer Ste­fan Wag­ner aus Neun­burg v.W. ist eine Alt­öt­ting-Wall­fahrt stets mit dem guten Rat der Got­tes­mut­ter, der wert­voll und kost­bar ist, ver­bun­den: Was Er euch sagt, das tut!“ Dies sei ein Auf­trag mit Tief­gang, den letzt­end­lich kom­me es im Leben stets auf Chris­tus und sein Wort an – gera­de auch dann, wenn wir im Leben rat­los sind und kei­ne Lösung in Sicht sei.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Ein berührender Ort

Bereits 1997 hat­te die katho­li­sche Frau­en­be­we­gung aus dem öster­rei­chi­schen Lohns­burg eine Bus­pil­ger­fahrt nach Alt­öt­ting orga­ni­siert, am 4. Okto­ber wur­de auf­grund der damals posi­ti­ven Reso­nanz wie­der­um zum Her­zen Bay­erns“ gepil­gert – die Lei­tung über­nah­men The­re­sia Stern­bau­er und Fran­zis­ka Gat­tin­ger. Geist­li­cher Beglei­ter war Kon­sis­to­ri­al­rat Johann Kug­ler, der zusam­men mit dem etwas spä­ter ein­tref­fen­den Pfarr­ad­mi­nis­tra­tor Mag. Maxi­mus Oge Nwo­li­sa dem Got­tes­dienst in der Bru­der-Kon­rad-Kir­che vor­stand – The­ma war Ihr sollt ein Segen sein“. Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Georg Grei­mel nahm die Pil­ger­grup­pe in Emp­fang, dank­te fürs Kom­men und emp­fahl nach den Wor­ten von Papst Bene­dikt XVI., dass wir uns der Got­tes­mut­ter Maria anver­trau­en soll­ten, die uns zu Jesus füh­re, um von ihm zu ler­nen, damit der Glau­be nicht ver­duns­tet son­dern leben­dig bleibe.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Aus dem Pfaffenwinkel

Herz­lich begrüß­te am 4. Okto­ber Pau­li­ner­pa­ter Ben­ja­min Bakow­ski als stell­ver­tre­ten­der Wall­fahrts­rek­tor die 14 Teil­neh­mer der Fuß­wall­fahrt aus Peiting/​Pfarrei St. Micha­el und beglei­te­te sie ein kur­zes Stück Weges bis zur Gna­den­ka­pel­le. Sei­ne Fra­ge an die Fuß­pil­ger: Habt ihr kei­ne Bla­sen an den Füßen?“ Nein, hat­ten die Peit­in­ger als geüb­te und treue Alt­öt­ting-Wall­fah­rer nicht bekom­men. Da lüf­te­te P. Ben­ja­min den Grund sei­ner Neu­gier: Wisst ihr, wer gro­ße Sün­den hat, der bekommt häu­fig, fuß­pil­gernd unter­wegs, gro­ße Bla­sen an den Füßen als Buße“, mein­te er augen­zwin­kernd. Doch ehr­lich waren die Peit­in­ger dann doch: Sie kämen zwar aus dem Pfaf­fen­win­kel, nahe der Wies­kir­che, doch den gan­zen Weg hät­ten sie nicht zu Fuß zurück­ge­legt, wie Pil­ger­lei­ter und Vor­trags­kreuz­trä­ger Georg Degle beich­te­te“. Bis Mühl­dorf war man mit dem Zug gefah­ren, dann bis Töging mar­schiert und zu Fuß ging’s dann nach einer Über­nach­tung wei­ter bis zum Gna­den­ort der Gottesmutter.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

In besten Händen

Am Rosen­kranz­fest­tag, 7. Okto­ber, ver­brach­te die Bus­pil­ger­grup­pe aus Nabburg/​Pfarrei St. Johan­nes der Täu­fer, ver­stärkt mit dem Frau­en­bund aus Schwar­zen­feld, unter Lei­tung von Pfar­rer Han­nes Lorenz einen Pil­ger­tag am Gna­den­ort Unse­rer Lie­ben Frau. In Alt­öt­ting sind wir in bes­ten Hän­den“, bestä­tig­te Pfar­rer Lorenz, Maria streckt sie uns ent­ge­gen“ und ver­wei­se uns immer wie­der auf die Not­wen­dig­keit, den Rosen­kranz zu beten. Nur im stän­di­gen Wie­der­ho­len des Gebets kön­nen wir die Groß­ar­tig­keit des Rosen­kran­zes begrei­fen“. Der stell­ver­tre­ten­de Wall­fahrts­rek­tor Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Mari­nus Par­zin­ger gab beim Will­kom­mens­gruß den Pil­gern mit auf den Weg, sich vom Geist Got­tes füh­ren zu las­sen, um viel Kraft mit­zu­neh­men und die­se zu Hau­se wei­ter zu schenken.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Am Vorbild Mariens orientieren

Nach Ankunft in Alt­öt­ting am 7. Okto­ber und Umrun­den der Gna­den­ka­pel­le hieß Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Sunil Kacha­pal­ly die Bus­pil­ger­grup­pe aus Tegern­heim mit Pfar­rer Andrzej Kuni­szew­ski am Pil­ger­ziel herz­lich will­kom­men. Maria sei uns Vor­bild im Glau­ben und Gebet, beton­te Br. Sunil, da stel­le sich durch­aus die Fra­ge, wie es mit dem jeweils eige­nen Gebets­le­ben ste­he. Auf die Für­spra­che Mari­ens wür­den sicher­lich nicht alle unse­re Wün­sche erfüllt, es wer­de nicht immer Was­ser zu Wein (vergl. Hoch­zeit zu Kana), aber Maria hilft uns, durch­zu­hal­ten“. Alle Pro­ble­me, die wir nicht sel­ber lösen kön­nen, dürf­ten wir ver­trau­ens­voll der Mut­ter­got­tes über­ge­ben. Pil­ger­got­tes­dienst wur­de mit meh­re­ren ande­ren Pil­ger­grup­pen in der St. Anna-Basi­li­ka gefeiert.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Zum 12. Mal

2023 10 15 pb alb wallfahrtsmosaike eggenfelden

Dabei­sein ist alles – auch wenn es ab und an ein beschwer­li­cher Fuß­marsch ist. Zum 12. Mal kamen am 7. Okto­ber Tho­mas Pau­li, Michi Was­mei­er und Chris­ti­an van Ber­gen (Bild v.l.) in Alt­öt­ting an – zwar ziem­lich geschafft, aber doch stolz fürs Durch­hal­te­ver­mö­gen. Abmarsch war um 5 Uhr mor­gens in Eggen­fel­den. Und der Wall­fahrts­ter­min ist alle Jah­re für den ers­ten Sams­tag im Okto­ber geplant.

Text und Foto: Ros­wi­tha Dorfner

Eigenes Rosenkranzgebet

Glück­lich erreich­te am 7. Okto­ber die 20köpfige Fuß­pil­ger­grup­pe aus Kirch­dorf bei Kel­heim unter Lei­tung von Sepp Bau­er, mit­or­ga­ni­siert von Sabi­ne Brandl, das Pil­ger­ziel. Zum 40. Mal sind sie in drei Tagen zu Fuß nach Alt­öt­ting gepil­gert, und gebe­tet wur­de unter­wegs erst­mals ein selbst­ver­fass­tes Rosen­kranz­ge­bet“, wie Pil­ger­lei­ter Bau­er berich­te­te. Freu­de herrsch­te natür­lich über das wun­der­ba­re Pil­ger­wet­ter und dass Msgr. Tho­mas Schmid aus Regens­burg sich die Zeit nahm, tra­di­ti­ons­ge­mäß in der Josefs­kir­che der Con­gre­ga­tio-Jesu-Schwes­tern mit den Kirch­dor­fer Fuß­wall­fah­rern abschlie­ßend Got­tes­dienst zu feiern.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Soldaten pilgern für Frieden

Im Gleich­schritt Marsch: Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Bert­hold Oeh­ler hat­te sich bei der Ein­be­glei­tung der 30 Rot­ta­ler Reser­vis­ten – ver­stärkt mit Teil­neh­mern aus Deining/​Daßwang, Ober­wie­senacker und Rhein am Lech –, die am 7. Okto­ber nach der Pil­ger­seg­nung am Gna­den­brun­nen von Wit­tib­reut wie­der ihre Tra­di­ti­ons­fuß­wall­fahrt durch­führ­ten, tem­po- und schritt­mä­ßig gut ange­passt. Die Pil­ger in Uni­form, das Kreuz vor­an­tra­gend, beten auf dem Weg nach Alt­öt­ting für den Frie­den und die Unver­sehrt­heit der Kame­ra­den im In- und Aus­lands­ein­satz, wie Haupt­feld­we­bel und Pil­ger­lei­ter Alban Friedl­mei­er beton­te. Zum 22. Mal mit dabei war der 81jährige Erich Engel­hard. Vor­bild­lich hat Anne­lie­se Wag­ner, eine Ver­wandt­schaft des hl. Bru­ders Kon­rad, das Vor­be­ten auf dem Pil­ger­weg über­nom­men. So warb Wall­fahrts­lei­ter Friedl­mei­er gleich für die nächst­jäh­ri­ge 25. Jubi­lä­ums­fuß­wall­fahrt: Es wär ein High­light und beson­de­res Erleb­nis, wenn alle Ehe­ma­li­gen mit­ma­chen könn­ten!“ Pfar­rer Mar­tin Becker aus Vel­burg, der in Uni­form mit­mar­schiert war, fei­er­te mit den Reser­vis­ten den Got­tes­dienst in der St. Josefs­kir­che der Con­gre­ga­tio-Jesu-Schwes­tern und abschlie­ßend gab’s gemüt­li­che und wohl­ver­dien­te Ein­kehr beim Gockerlwirt.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Große Marienverehrer

2023 10 15 pb alb wallfahrtsmosaike pfalz

Die Pil­ger­grup­pe aus der Pfalz um Maria Bild­eich mit geist­li­chem Pil­ger­lei­ter und Wall­fahrts­or­ga­ni­sa­tor Pfar­rer Mar­co Richt­scheid sind als treue Mari­en­ver­eh­rer in der Herz­mit­te Bay­erns am Gna­den­ort Unse­rer Lie­ben Frau genau rich­tig. So kamen sie am 7. Okto­ber, dem Rosen­kranz­fest, am frü­hen Nach­mit­tag in Alt­öt­ting an. Auch Papst Bene­dikt XVI. sei ein gro­ßer Mari­en­ver­eh­rer gewe­sen, beton­te Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Georg Grei­mel bei der Pil­ger­be­grü­ßung. An sei­nem Ster­be­tag an Sil­ves­ter 2022 habe in sei­ner Todes­stun­de ein Regen­bo­gen (ohne Gewit­ter und Regen) über der Gna­den­ka­pel­le geleuch­tet – ein himm­li­sches Zei­chen, oder Abschied­neh­men von Altötting?

Text und Foto: Ros­wi­tha Dorfner

Ankommen

Beim Ein­zug der Bus­pil­ger­grup­pe aus Inzell/​St. Micha­el aus der Diö­ze­se Mün­chen-Frei­sing am 10. Okto­ber über den Kapell­platz durf­te der stell­ver­tre­ten­de Wall­fahrts­rek­tor Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Mari­nus Par­zin­ger per Funk zum Will­kom­mens­gruß die Alt­öt­tin­ger Kir­chen­glo­cken läu­ten. Das bedeu­tet ankom­men am Pil­ger­ziel“, ver­si­cher­te Bru­der Mari­nus, dass Gott uns beglei­tet auf unse­rem Pil­ger­weg des Lebens“. Zudem sei das Läu­ten eine Ein­la­dung zum Got­tes­dienst. Die hl. Mes­se fei­er­ten die 25 Wall­fah­rer aus Inzell mit ihrem Pfar­rer Tho­mas Wein­zierl und wei­te­ren drei Pil­ger­grup­pen (aus Sal­lach, Bock­horn und Vaterstetten/​Neufahrn) in der Bru­der Kon­rad-Kir­che. Vor Beginn erklär­te Bru­der Mari­nus noch kurz die Sym­bo­lik am Hoch­al­tar: Wie er schmun­zelnd ein­füg­te, han­de­le es sich hier­bei nicht um einen Tau­ben­schlag, wie eine Pil­ge­rin unlängst nach­frag­te, son­dern die Dar­stel­lung zei­ge sym­bo­lisch die Tore zur ewi­gen Stadt Jerusalem.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Ein „Sieger des Glaubens“

Am 12. Okto­ber, dem Fest­tag des hl. Bischofs Maxi­mi­li­an, führ­ten Pfar­rer Gun­ther Dre­scher und Dia­kon Georg Hifin­ger eine Senio­ren­grup­pe aus dem Pfarr­ver­band Bad Griesbach/​Karpfham an den Gna­den­ort. Nach der herz­li­chen Begrü­ßung durch Wall­fahrts­rek­tor Klaus Metzl fei­er­ten die Bus­pil­ger einen Got­tes­dienst in der Bru­der-Kon­rad-Kir­che. Der hei­li­ge Klos­ter­pfört­ner wird bekannt­lich als drit­ter Patron der Diö­ze­se Pas­sau ver­ehrt, der hei­li­ge Maxi­mi­li­an als zwei­ter. Da gebe es aber nun eine Ände­rung, so Pfar­rer Dre­scher: Da Rom künf­tig nur einen haupt­amt­li­chen“ Diö­ze­san­pa­tron akzep­tie­ren wol­le, drei jedoch kei­nes­falls, sei Bru­der Kon­rad an die zwei­te Stel­le vor­ge­rückt. Ers­ter Diö­ze­san­pa­tron ist und blei­be der hei­li­ge Valen­tin. Dabei habe Br. Kon­rad sicher nicht den hl. Maxi­mi­li­an ver­drän­gen oder gar besie­gen“ wol­len. Und doch sei Br. Kon­rad in gewis­ser Wei­se ein Sie­ger im Sinn des Schrift­tex­tes“, denn er habe den Sieg des Glau­bens erkannt: Er hat Gott hin­ein­ge­las­sen in sein Leben“.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner 

„Gehet hin in Frieden“

Ab dem Fran­zis­kus­haus, über den Kapell­platz, in die Bru­der-Kon­rad-Kir­che hat am Frei­tag­nach­mit­tag, 13. Okto­ber, Kapu­zi­ner­pa­ter Bert­hold Oeh­ler die Pil­ger­grup­pe aus dem hes­si­schen Lau­bach-Grün­berg ein­be­glei­tet und will­kom­men gehei­ßen. Zum zehn­ten Mal unter Lei­tung und Orga­ni­sa­ti­on von Dia­kon Achim Schaaf hat­ten sie die­ses Mal bewusst den Gna­den­ort Alt­öt­ting als Pil­ger­ziel aus­er­ko­ren. Pil­gern bedeu­tet sich auf den Weg machen, inne hal­ten um ganz wie­der Mensch zu sein, der, der ich wirk­lich bin“, beton­te P. Bert­hold und ver­wies auf den hl. Bru­der Kon­rad, der immer wie­der im Gebet Kraft, inne­re Ruhe und Frie­den gefun­den habe. Eine geseg­ne­te Zeit hier am Gna­den­ort der Got­tes­mut­ter und des hl. Br. Kon­rad, dass Sie den Frie­den im eige­nen Her­zen, das Geschenk der Begeg­nung mit dem Herrn und in Gemein­schaft mit­ein­an­der fin­den mögen“, wünsch­te P. Bert­hold den 35 Wall­fahrts­teil­neh­mern abschlie­ßend, bevor sie den Pil­ger­got­tes­dienst feierten.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner 

Junge Pilgergemeinschaft

Auch der Guar­di­an der Alt­öt­tin­ger Kapu­zi­ner, Bru­der Mari­nus Par­zin­ger freu­te sich beim Anblick der etwa 20 Minis­tran­tin­nen und Minis­tran­ten, die sich der Bus­wall­fahrt der schwä­bi­schen Pfar­rei­en­gemein­schaft Inchen­ho­fen-Hol­len­bach unter Lei­tung von Dekan Ste­fan Gast ange­schlos­sen hat­ten. So gab es am Sams­tag, 21. Okto­ber nach Ankunft und Ein­be­glei­tung zum Kapell­platz ein fest­li­ches Bild. Man sei gut auf dem Weg als Pil­ger­ge­mein­schaft, beson­ders als jun­ge Pil­ger­ge­mein­schaft“, so Bru­der Mari­nus, der die Wall­fahrts­teil­neh­mer bei einer kur­zen Sta­tio vor der Gna­den­ka­pel­le begrüß­te. Neben dem Wunsch für einen erfüll­ten Pil­ger­tag hier am Gna­den­ort bat der Kapu­zi­ner­pa­ter ums Gebet für den Frie­den, den die Welt so drin­gend brau­che. Bevor sich die Pil­ger im Kon­gre­ga­ti­ons­saal zum Got­tes­dienst ver­sam­mel­ten, fleh­ten sie mit dem Lied Maria breit den Man­tel aus“ die Got­tes­mut­ter um die­sen Frie­den und auch in per­sön­li­chen Anlie­gen um Hil­fe an.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner 

Stimmungsmacher

Sie hät­ten ab dem Bus­park­platz Gries noch etwa zehn Kilo­me­ter zu Fuß zum Kapell­platz zu gehen, flun­ker­te Pau­li­ner­pa­ter David Kolod­zie­jc­zyk betont ernst­haft, aber mit Augen­zwin­kern, als er am 21. Okto­ber die Bus­pil­ger aus der Pfar­rei­en­gemein­schaft Aich­ach mit Stadt­pfar­rer Her­bert Gug­ler als geist­li­cher Lei­ter in Emp­fang nahm. Doch so direkt über­zeu­gend klang P. David anschei­nend nicht, sind es doch lang­jäh­ri­ge Pil­ger die all­jähr­lich den Gna­den­ort Unse­rer Lie­ben Frau in Alt­öt­ting besu­chen und somit den Weg zur Gna­den­ka­pel­le gut ken­nen. Wenn Pro­mi­nenz kommt, dann gibt es fest­li­ches Glo­cken­ge­läut“, so Pater David im Brust­ton der Über­zeu­gung, als der Weg den Kapu­zi­ner­berg hin­auf zur Gna­den­ka­pel­le führ­te – um dann aber ernst­haft zu erklä­ren: Will­kom­men hier im Her­zen Bay­erns, die Mut­ter­got­tes hat euch bereits erwar­tet. Sie sind her­ge­kom­men, um sich über Maria dem himm­li­schen Vater anzuvertrauen!“.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Weitere Nachrichten

2024 04 14 pb alb brot armut
Das glauben wir
15.04.2024

Brot und Wahrheit

Einzelne Menschen können den Unterschied machen. Davon erzählt Chefredakteur Wolfgang Krinninger im Editorial…

2024 04 12 pb alb wallfahrtsmosaike edelshausen4
Wallfahrt
15.04.2024

Mosaike aus der Wallfahrt

Der April macht was er will, heißt es. Das schreckt aber einen echten Fußwallfahrer nicht ab. Etliche Gruppen…

2024 04 14 pb alb passauer jugendwallfahrt2
Wallfahrt
14.04.2024

Große Kirche mit hohem Ziel

Rund 5000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie zwei Premieren: Am 13. April ist die diesjährige Passauer…

2024 04 12 pb alb buechereien
Bistum
12.04.2024

Büchereien machen sich für Demokratie und Toleranz stark

Was können Büchereien für die Demokratiebildung tun? Das war eine zentrale Frage bei der…