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Wallfahrt

Mosaike aus der Wallfahrt

Michael Glaß am 17.05.2022

2022 05 17 pb alb mosaike wallfahrt landau2 Foto: Roswitha Dorfner
Junge Wallfahrerin aus Landau/Isar.

Im Marienmonat Mai machen sich jedes Jahr zahlreiche Wallfahrer auf den Weg nach Altötting. Jetzt, da die Corona-Beschränkungen aufgehoben wurden, können endlich auch wieder größere Gruppen gemeinsam ins "Herz Bayerns" ziehen. Viele nutzten diese Möglichkeit – im Folgenden eine kleine Auswahl der Pilgergruppen:

Die Nacht durchmarschiert

Was ist ein Gna­den­ort ohne Pil­ger – über­haupt nichts!“ – so die kla­re Aus­sa­ge von Alt­öt­tings Dia­kon Tho­mas Zau­ner, der am 30. April kurz nach 8 Uhr mor­gens die Pil­ger aus Mam­ming vor der Gna­den­ka­pel­le herz­lich will­kom­men hieß. Pil­ger­lei­ter Josef Sedl­mei­er und Pfar­rer Tho­mas Gleiß­ner, der sei­nen Mam­min­gern bei Abmarsch den Pil­ger­se­gen mit auf den Weg gab, freu­ten sich beson­ders, dass die­ses Jahr neue und jun­ge Leu­te beim 60 Kilo­me­ter-Marsch als Zeu­gen des Glau­bens mit­mach­ten. Um 16.30 Uhr am Vor­tag waren sie auf­ge­bro­chen und die Nacht zu Fuß durch­ge­pil­gert“. Die Mam­min­ger hät­ten sich auf­ge­macht, so Zau­ner, um mit der Got­tes­mut­ter an der Sei­te auch das Herz zu öff­nen, um Jesus her­ein­zu­las­sen: Im gläu­bi­gen Ver­trau­en geht es in jeder Situa­ti­on im Leben Schritt für Schritt wei­ter, denn der Glau­be an Jesus Chris­tus trägt!“ Bis zur Pil­ger­mes­se in der St. Anna-Basi­li­ka gab es dann noch eine Ver­schnauf­pau­se. So wünsch­te Dia­kon Zau­ner, bevor er das Lied Mil­de Köni­gin geden­ke …“ anstimm­te, alles Gute mit der Bit­te: Kemmt’s nächs­tes Jahr wie­der!“ Übri­gens: Die Mam­min­ger Fuß­wall­fahrt ist 1947 ent­stan­den und geht auf ein Kriegs­ge­lüb­de zurück: Der dama­li­ge Mes­ner Alfons Kiesl ver­sprach, wenn er gesund heim­keh­re, alle Jah­re zur Mut­ter­got­tes nach Alt­öt­ting zu pilgern.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner 

Spalier gestanden

Als die Fuß­pil­ger aus Vils­bi­burg mit Pfar­rer Peter König am 30. April gegen 15 Uhr ihr Pil­ger­ziel erreich­ten, kam zufäl­lig der stell­ver­tre­ten­de Wall­fahrts­rek­tor Bru­der Gabri­el Hüger Sam FLUHM des Weges und hieß sie spon­tan will­kom­men. Erst­kom­mu­ni­on­kin­der aus Gain­dorf (Pfar­rei­en­ver­band Vils­bi­burg) stan­den zur Begrü­ßung Spa­lier und zogen mit zur Stift­s­pfarr­kir­che ein, um die Gna­den­mut­ter zu ehren und kurz Sta­tio zu hal­ten. Die Pil­ger­mes­se fei­er­te Pfr. König beim hl. Br. Konrad.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

„Starkes Zeichen“

Die Freu­de, eine Fuß­wall­fahrt geschafft zu haben und anzu­kom­men, sei schon ein beson­de­res Erleb­nis, stell­te Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Georg Grei­mel beim Ein­tref­fen der Pil­ger aus Ober­gang­ko­fen am 30. April kurz nach 13 Uhr fest. Ein klei­ner Teil der Fuß­wall­fah­rer war den gan­zen Weg die Nacht hin­durch mar­schiert, der grö­ße­re Teil der Pil­ger­grup­pe hat­te sich um 6 Uhr mor­gens ab Neumarkt/​St. Veit auf den Weg gemacht. Wall­fah­ren, so Bru­der Georg, sei ein star­kes christ­li­ches Zei­chen. Pfar­rer Paul Eben­dor­fer, der bei den Brü­dern Sama­ri­ter in St. Mag­da­le­na lebt und dort für den Gar­ten zustän­dig ist, kam vor­bei­gera­delt, um sei­ne Lands­leu­te“ zu begrüßen.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Mit Pilgernachwuchs

Um der Mut­ter­got­tes und dem hl. Bru­der Kon­rad zu dan­ken, dass sie die Coro­na-Pan­de­mie bis­lang gut über­stan­den haben, sind am 30. April die Fuß­pil­ger aus Höls­brunn unter Lei­tung der Fami­lie Denk – Hans Denk ist der Pil­ger­lei­ter – nach Alt­öt­ting gegan­gen. Für Pil­ger­nach­wuchs ist gut gesorgt“, freu­te sich Dia­kon Tho­mas Zau­ner, der die Wall­fah­rer über den Kapell­platz zur Br. Kon­rad­kir­che ein­be­glei­te­te. Pfar­rer Joy Mad­ap­pal­ly fei­er­te mit den Höls­brun­nern den Pil­ger­got­tes­dienst und emp­fahl, gera­de in unru­hi­gen Zei­ten alle Sor­gen und Anlie­gen der Got­tes­mut­ter, die ja als Schutz­frau Bay­erns ver­ehrt wer­de, anzuvertrauen.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

330 Kilometer geradelt

Alles war per­fekt, das Wet­ter hat gepasst, so der Kurz­be­richt von Bernd Metz­ner, der Orga­ni­sa­tor der 17. Rad­wall­fahrt aus dem ober­frän­ki­schen Gör­au vom 28. bis 30. April nach Alt­öt­ting. Neu­zu­gang Leon (15), Metz­ners Sohn, war bei sei­ner Pre­mie­re-Wall­fahrt begeis­tert und sicher­lich nicht das letz­te Mal dabei, wie er zusag­te – es sind immer­hin 330 Kilo­me­ter mit dem Fahr­rad zurück­zu­le­gen. Nach der Teil­nah­me an der fei­er­li­chen Abend­mes­se in der St. Anna-Basi­li­ka, orga­ni­siert von der Pas­sau­er Jugend-Fuß­wall­fahrt mit Haupt­ze­le­brant Bischof Dr. Ste­fan Oster und anschlie­ßen­der Lich­ter­pro­zes­si­on, wur­de mit dem Auto und Rad­an­hän­ger der Heim­weg auf beque­me­re Wei­se angetreten.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Wieder gemeinsam pilgern

Um 4.30 Uhr früh mach­ten sich am 1. Mai die 165 Wall­fah­rer aus Gang­ko­fen auf den 35 Kilo­me­ter lan­gen Weg nach Alt­öt­ting. Um 11.45 Uhr wur­den sie in Alt­öt­ting an der Her­ren­mühl­stra­ße von P. Gabri­el Hüger Sam FLUHM in Emp­fang genom­men und über den Kapell­platz zur St. Anna-Basi­li­ka ein­be­glei­tet. Im Namen der Wall­fahrts­lei­tung hieß sie P. Gabri­el herz­lich will­kom­men. Es sei eine lan­ge Zeit gewe­sen, fast zu lan­ge, dass wegen der Coro­na-Pan­de­mie das gemein­sa­me Beten, Pil­gern und Fei­ern im grö­ße­ren Rah­men nicht mög­lich war, stell­te er fest. Beim anschlie­ßen­den Pil­ger­got­tes­dienst erin­ner­te Pfarr­vi­kar P. Maria­nus Ker­ket­ta MSFS, dass nicht nur die Jün­ger Jesu die öster­li­che Erfah­rung, die Begeg­nung mit dem auf­er­stan­de­nen Herrn, machen durf­ten, son­dern auch wir erfah­ren durch das Evan­ge­li­um, durch die Fei­er der hl. Eucha­ris­tie, dass in unse­rer Glau­bens­ge­mein­schaft der Herr in unse­rer Mit­te aufersteht.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

„Biker“ bei Bruder Konrad

Es waren weni­ger hei­ße Öfen“ als sonst: Das greis­li­che“, reg­ne­ri­sche Wet­ter habe ver­ständ­li­cher­wei­se vie­le Motor­rad­fah­rer davon abge­hal­ten, an der 15. Stern­wall­fahrt der Bun­des­po­li­zei nach Alt­öt­ting am 7. Mai teil­zu­neh­men, ver­mu­te­te Bun­des­po­li­zei-Ober­pfar­rer P. Dr. Gabri­el Wolf (München/​Deggendorf). Aber Grün­de, um beim hl. Bru­der Kon­rad als Patron der Bun­des­po­li­zei Für­spra­che ein­zu­le­gen und Got­tes Schutz und Segen zu erbit­ten gäbe es den­noch vie­le: die Pan­de­mie, der Krieg in der Ukrai­ne, Ein­satz der Bun­des­po­li­zei u.a. beim G‑7-Gip­fel in Elmau und bei allen Ein­sät­zen welt­weit. Als Kon­ze­le­bran­ten bei der Pil­ger­mes­se in St. Kon­rad mit dabei waren P. Bene­dikt Röder, Bay­reuth sowie Pfar­rer Nor­bert Ach­ce­nich, Bam­berg, die nach dem Got­tes­dienst auch die Seg­nung der Biker und Motor­rä­der am Bru­der-Kon­rad-Platz vor­nah­men. Ein Ensem­ble des Bun­des­po­li­zei­or­ches­ters Mün­chen sorg­te für die musi­ka­li­sche Got­tes­dienst-Gestal­tung, u.a. mit dem eigens für die Biker-Wall­fahrt ein­stu­dier­ten Lied Burn to be wild“. Pre­di­ger P. Bene­dikt Röder wünsch­te allen Teil­neh­mern eine stets unfall­freie Sai­son, Freu­de beim Fah­ren und: Der Schutz­en­gel möge Euch beglei­ten!“ Eine Pro­zes­si­on den Kapu­zi­ner­berg hin­auf zur ein­ge­rüs­te­ten Gna­den­ka­pel­le, kur­ze Begrü­ßungs­wor­te durch Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Georg Grei­mel been­de­ten die Wallfahrt.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner 

Jubiläum mit Rosen

Gott­ver­trau­en ist ein Sym­bol, das Him­mel und Erde ver­bin­det, bestärk­te Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Mari­nus Par­zin­ger die Fuß­wall­fah­rer aus Ingol­stadt-Zuche­ring beim Pil­ge­r­emp­fang am Sonn­tag, 8. Mai vor der Gna­den­ka­pel­le. Zum 30. Mal wur­de die vier­tä­gi­ge Fuß­wall­fahrt unter Lei­tung von Erna und Her­bert Kra­mer durch­ge­führt. Und Rosen gab’s auch zur Begrü­ßung: nicht als Jubi­lä­ums­ge­schenk, wie Br. Mari­nus zunächst ver­mu­te­te, son­dern als Blu­men­gruß am Mut­ter­tag. Beim Pil­ger­got­tes­dienst in der St. Kon­rad­kir­che emp­fahl der Haus­ka­plan“ (wie er sich schmun­zelnd bezeich­ne­te) der Pil­ger­grup­pe, Dom­propst em. Klaus Schimm­öl­ler, mit der Got­tes­mut­ter Maria als öster­li­che Men­schen“ zu reden, denn der Auf­er­stan­de­ne Chris­tus ist mit­ten unter uns.“

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner 

Mit Rat und Tat

Auf dem Weg nach Alt­öt­ting am 2. Mai, bei ihrer Bus­wall­fahrt mit Dank­got­tes­dienst, haben die Erst­kom­mu­ni­on­kin­der aus Nab­burg mit Pfar­rer Han­nes Lorenz eini­ge Bau­stel­len pas­sie­ren müs­sen: War­te­zei­ten mit Umlei­tun­gen gab’s in Strau­bing und Rei­schach. Etwas ver­spä­tet kamen sie des­halb am Bus­park­platz Gries an und dann hat es mit dem Umklei­den in die wei­ßen Erst­kom­mu­ni­on­klei­der für den fei­er­li­chen Ein­zug natür­lich pres­siert. Gut, dass Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Mari­nus Par­zin­ger, der für die Ein­be­glei­tung und Pil­ger­be­grü­ßung beauf­tragt wur­de, mit Rat und Tat zur Sei­te stand, wie die viel zu lan­gen Kor­deln rich­tig ange­legt wer­den muss­ten – als Kapu­zi­ner trägt man zum Orden­s­kleid schließ­lich auch eine Kordel/​Schnur. Dan­ket, dan­ket, singt ein neu­es Lied, gro­ßes hat der Herr an uns getan“, tön­te es laut über den Kapell­platz, als die jun­gen Pil­ge­rin­nen und Pil­ger aus der Ober­pfalz in die Stift­s­pfarr­kir­che ein­zo­gen – mit Rosen in Hän­den. Die­se hat­ten sie für die Gna­den­mut­ter zum Dank für die fei­er­li­che Erst­kom­mu­ni­on am Vor­tag mit­ge­bracht. Auch die Gna­den­ka­pel­le sei momen­tan Bau­stel­le, erklär­te Br. Mari­nus. Dar­um befin­de sich das Gna­den­bild der Got­tes­mut­ter in der Stift­s­pfarr­kir­che. Bau­stel­len und Umlei­tun­gen hät­ten wir vie­le im Leben zu bewäl­ti­gen, sag­te er auch. Gut, dass Maria uns dabei stets Weg­be­glei­te­rin sei, die uns stets auf ihren Sohn Jesus verweise.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Tradition setzt sich fort

Was für die Land­wir­te gut ist, ist für die Fuß­wall­fah­rer erträg­lich“ – mein­te Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Mari­nus Par­zin­ger, da bei der Ein­be­glei­tung der 130 Ober­land­ler Fuß­wall­fah­rer“ aus Rosen­heim und Umge­bung immer wie­der Regen ein­setz­te. Nach zwei­tä­gi­gem Fuß­marsch waren die Pil­ger am 7. Mai in Alt­öt­ting ange­kom­men. Tra­di­ti­on setzt sich eben fort“, erklär­ten Pil­ger mit Blick auf die zwei­jäh­ri­ge Coro­na-Zwangs­pau­se”. Das gemein­sa­me Pil­gern zei­ge, dass es Euch um was geht. Es bringt zudem Hoff­nung und Freu­de am Mit­ein­an­der“, sag­te Br. Mari­nus. Prä­lat Gün­ther Man­dl, der ehe­ma­li­ge Alt­öt­tin­ger Wall­fahrts­rek­tor, zele­brier­te mit Pfarr­vi­kar Chris­ti­an Gerl, Chur/​Schweiz, den Pil­ger­got­tes­dienst am Gna­den­al­tar in der Stift­s­pfarr­kir­che. Pil­ger­lei­ter Rupert Hil­le bezeich­ne­te Man­dl als Motor der Ober­land­ler Fuß­wall­fahrt“. Die­ser wehr­te beschei­den ab: Des hat mir alles die Mut­ter­got­tes ins Herz gelegt, sie ist halt mei­ne und Eure Mut­ter. Mit ihr geht ois!“ Dank­bar zeig­te sich Kreuz­trä­ger Niko­laus Bartl, des­sen Sohn am Niko­laus­tag gebo­ren wur­de – als sieb­ter Niko­laus“ in der Genera­tio­nen­fol­ge. Abwech­selnd mit Qui­rin Rappl und Sepp Dießl trug er den Pil­gern auf dem Weg nach Alt­öt­ting das Kreuz vor­an. Drei Wall­fah­rer wur­den als Jubi­la­re geehrt für ihre 25., 30. und 40. Teilnahme.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Aus dem Holzland

Am 7. Mai, um 4 Uhr früh­mor­gens, mach­ten sich die 39 Wall­fah­rer aus Nie­der­strau­bing auf den Weg. Zuerst zu Fuß nach Dor­f­en, dann fuh­ren sie mit dem Bus nach Hei­li­gen­statt, um anschlie­ßend den etwa sie­ben Kilo­me­ter lan­gen Kreuz­weg am Mörn­bach ent­lang bis Alt­öt­ting erneut zu Fuß zurück­zu­le­gen. Nina, die Toch­ter von Pil­ger­lei­ter und Wall­fahrts­or­ga­ni­sa­tor Die­ter Neu­mei­er, trug das Pil­ger­kreuz vor­an. Das Amt des Vor­be­ters wur­de Mar­tin Bach­mai­er über­tra­gen. Pil­ger­lei­ter Die­ter Neu­mei­er ist übri­gens auch der Bür­ger­meis­ter der Gemein­de Kirch­berg (Land­kreis Erding), die im Pfarr­ver­band Holz­land liegt.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Gnaden wie Regentropfen

80 Pil­ger aus Dingolfing/​KAB St. Josef mit 1. Vor­stand und Vor­be­ter Jakob Ruder und 2. Vor­stand Win­fried Wel­lisch als Pil­ger­lei­ter sowie Pfarr­vi­kar Dr. Eric Boateng Asa­re mach­ten sich am 7. Mai um 5 Uhr früh­mor­gens zu Fuß ab See­manns­hau­sen auf den Weg nach Alt­öt­ting. Trotz teils hef­ti­gem Regen lie­ßen sie sich nicht abhal­ten, die Wall­fahrt durch­zu­zie­hen. Bru­der Gabri­el Hüger Sam. FLUHM hieß die Pil­ger­grup­pe nach Ankunft am Pil­ger­ziel herz­lich will­kom­men und wünsch­te den Wall­fahrts­teil­neh­mern so vie­le Gna­den wie Regen­trop­fen auf dem Weg nach Alt­öt­ting“. Die Son­ne befin­de sich zwar noch hin­ter den Wol­ken, aber schei­ne umso mehr in den Her­zen der am Gna­den­ort Eintreffenden.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Ein Engel geht voraus

Start für die 14. Alt­öt­ting-Wall­fahrt aus dem ober­pfäl­zi­schen Blai­bach war am 8. Mai um 8 Uhr mor­gens im nie­der­baye­ri­schen Huldses­sen, wie der Gemein­de­re­fe­rent und Wall­fahrts­or­ga­ni­sa­tor Franz Stiegl berich­te­te. Die Beson­der­heit: ein Engel, genau­er Alex Engl mit dem bedeu­ten­den Nach­na­men, trug das Vor­trags­kreuz. Die Stim­mung bei der Ankunft am Nach­mit­tag gegen 14.30 Uhr war aber trotz­dem etwas gedämpft: ins Pil­ger­ge­bet beson­ders ein­ge­schlos­sen wur­de unter­wegs und beim Pil­ger­got­tes­dienst in der Bru­der-Kon­rad-Kir­che der im Okto­ber letz­ten Jah­res viel zu früh im Alter von erst 59 Jah­ren ver­stor­be­ne Pil­ger­lei­ter, Wall­fahrts­or­ga­ni­sa­tor und Bür­ger­meis­ter von Blai­bach, Wolf­gang Eckl.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Zur Mutter des Herrn

In zwei Grup­pen pil­ger­ten die Wall­fah­rer aus Landau/​Isar nach Alt­öt­ting. 17 Fuß­wall­fah­rer mar­schier­ten mit Kaplan Peter Kunz mit dem Rei­se­se­gen im Ruck­sack bereits am 13. Mai die Nacht hin­durch. Unter­wegs schlos­sen sich immer wie­der Pil­ger an – ab Neuöt­ting auch Pil­ger­nach­wuchs Eli­sa­beth (7, 2. Bild) und Mag­da­le­na (5) mit ihrer Mama. Grup­pe 2 mach­te sich am 14. Mai früh­mor­gens ab Gerats­kir­chen mit Stadt­pfar­rer August Lind­mei­er auf den Weg. Für Alt­öt­tings Stadt­pfar­rer und Wall­fahrts­rek­tor Klaus Metzl war es eine beson­de­re Freu­de die Pil­ger zur Stift­s­pfarr­kir­che ein­zu­be­glei­ten, war er doch lan­ge Land­au­er Stadt­pfar­rer. Das Lied Gegrü­ßet seist du Köni­gin“ ver­deut­li­che, so Metzl, dass der Mut­ter­got­tes hier in Alt­öt­ting der ers­te Gruß gilt“. Kaplan Peter Kunz zitier­te in sei­ner Pre­digt die Bot­schaft Mari­ens Was Er euch sagt, das tut“ und riet den Zuhö­rern sich stets aufs Zen­trum der Glau­bens­leh­re zu besinnen.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Ein besonderer Jubilar

Zum 50. Mal trug Sebas­ti­an Fal­ter­mai­er (73, letz­tes Bild) das Vor­trags­kreuz nach Alt­öt­ting, zum 57. Mal war er bei der Wall­fahrt aus Berg­lern dabei. Am 14. Mai wur­de die Grup­pe mit Pil­ger­lei­ter Sepp Stangl von Kapu­zi­ner­pa­ter Br. Sunil Kach­a­pal­ly in Emp­fang genom­men und über den Kapell­platz zum Kon­gre­ga­ti­ons­saal beglei­tet. Eine Wall­fahrt habe das Ziel, die Hei­li­gen, wie in Alt­öt­ting die Mut­ter­got­tes und Bru­der Kon­rad, zu ehren, beton­te Br. Sunil; er sag­te auch: eine Wall­fahrt ver­deut­li­che die Freu­de am Glau­ben. Die­se Freu­de war auch Pil­ger­ju­bi­lar Sebas­ti­an Fal­ter­mai­er anzu­se­hen, es wie­der geschafft zu haben. Ins­be­son­de­re freu­te er sich über das idea­le Pil­ger­wet­ter. Das war nicht immer so, erin­ner­te er sich an die letzt­jäh­ri­ge Wall­fahrt. Coro­na-bedingt auf den Herbst ver­scho­ben, hat­te es gleich zu Beginn der Fuß­wall­fahrt so geschüt­tet, dass die Pil­ger trie­fend nass wie­der heim­fah­ren muss­ten, um sich umzuziehen.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

In Bewegung setzen

Der Hei­li­ge Geist ent­fal­te sich seit der Tau­fe in uns und er möge tie­fen Frie­den, Freu­de und Lie­be in unse­re See­le brin­gen, wünsch­te Bru­der Gabri­el Hüger, der Lei­ter der Brü­der Sama­ri­ter FLUHM in Alt­öt­ting, den Fuß­wall­fah­rern aus dem Pfarr­ver­band Arnstorf. Als Ver­tre­ter der Wall­fahrts­lei­tung nahm er die Pil­ger am 14. Mai in Emp­fang. In zwei Grup­pen waren die Pil­ger unter­wegs: eine mar­schier­te ab 13. Mai um 23 Uhr ab Arnstorf und Mit­ter­hau­sen die Nacht hin­durch; eine wei­te­re mach­te sich ab Rei­schach auf auf den Weg, dar­un­ter auch eini­ge Firm­lin­ge. Die Erst­kom­mu­ni­on­kin­der, die mit dem Bus nach Alt­öt­ting gekom­men waren, besuch­ten zunächst das Pan­ora­ma in Alt­öt­ting und schlos­sen sich dann dem fei­er­li­chen Ein­zug über den Kapell­platz an. Pfar­rer Bern­hard Sali­ter dank­te beim Pil­ger­got­tes­dienst allen, die sich für den Glau­ben in Bewe­gung set­zen las­sen, er riet: das soll­ten wir auch wei­ter­hin tun!“

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Chancen ergreifen

Wer wall­fah­re, der samm­le Erfah­run­gen des Glau­bens auf dem Weg, ver­si­cher­te Kapu­zi­ner­pa­ter Br. Mari­nus Par­zin­ger den Fuß­wall­fah­rern aus Heberts­fel­den am 14. Mai. Die­se Weger­fah­run­gen brin­gen Segen, ich wün­sche Euch, dass Gott stets die­se Kraft schen­ken möge.“ Pfar­rer Josef Rai­ner ver­glich beim anschlie­ßen­den Pil­ger­got­tes­dienst das Evan­ge­li­um vom rei­chen Fisch­fang mit unse­rem Leben: Wir soll­ten uns nicht von Miss­erfol­gen ent­mu­ti­gen las­sen, son­dern Chan­cen immer wie­der neu ergrei­fen. Wir erle­ben Got­tes Gegen­wart immer wie­der neu in der hei­li­gen Mes­se. Dem Leben trau­en heißt, wie bei einer Wall­fahrt Schritt für Schritt Gott nachzufolgen.“

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Der Glaube eint

Zwei­mal hat­te sie Coro­na-bedingt aus­ge­setzt, so war die Freu­de umso grö­ßer, dass es am 14. Mai geklappt hat mit der Fuß­wall­fahrt der Pfar­rei St. Jakob aus Fron­ten­hau­sen mit Pfar­rer Tho­mas Dier­mei­er als geist­li­cher Lei­ter. Zumal die Pil­ger­grup­pe, die um 7 Uhr mor­gens ab Gang­ko­fen auf­ge­bro­chen war, auch noch mit den Erst­kom­mu­ni­on­kin­dern aus Loit­zen­kir­chen Ver­stär­kung bekam. Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Georg Grei­mel hieß die Fuß­wall­fah­rer in der St. Kon­rad­kir­che herz­lich will­kom­men und ver­wies auf das Wall­fahrts­mot­to 2022: Auf dass sie alle eins sei­en. Der Glau­be eint uns“, bekräf­tig­te Br. Georg. Die Lie­be zu Gott kenn­zeich­ne auch unse­re Hei­li­gen, an die wir uns alle­zeit als unse­re Für­spre­cher wen­den könn­ten. Dank­bar zeig­te sich Pfar­rer Tho­mas Dier­mei­er, dass nach zwei­jäh­ri­ger Pau­se end­lich wie­der los­ge­legt“ wer­den konn­te, wenn auch auf einer ver­kürz­ten Stre­cke – immer­hin 45 Kilo­me­ter Fußweg.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Gute Begegnungen

Am 16. Mai kam eine Grup­pe Erst­kom­mu­ni­on­kin­der aus Bad Rei­chen­hall (Bil­der 1+2) unter der geist­li­chen Lei­tung von P. Teren­c­jan Wies­law Wawr­zon­kow­ski OFM nach Alt­öt­ting, um einen Dank­got­tes­dienst bei der Gna­den­mut­ter in der Stift­s­pfarr­kir­che zu fei­ern. Für das leib­li­che Wohl wur­de im Fran­zis­kus­haus gesorgt. Eine zwei­te Grup­pe Erst­kom­mu­ni­on­kin­der aus Bad Rei­chen­hall kam am 23. Mai. Aus Bruck/​Opf. erreich­te eine wei­te­re Grup­pe Erst­kom­mu­ni­on­kin­der den Gna­den­ort (Bil­der 3+4)). Pfar­rer Andre­as Weiß ließ die Kin­der für den Ein­zug über den Kapell­platz in Zwei­er­rei­hen auf­stel­len. Nur Max, der bereits wie am Vor­tag zum Kom­mu­ni­ongot­tes­dienst bei den Mäd­chen ein­ge­teilt war, pass­te dies nicht: Jetzt noch­mal? Das geht gar nicht!“ Es ging aber doch, und P. Sunil Kach­ap­pal­ly, der die Kin­der in Emp­fang nahm, erklär­te, dass der Name Sunil in Süd­in­di­en, wo er her­kom­me, Son­ne“ bedeu­tet. Und die schien vom Him­mel, als die Kin­der zum Kapell­platz zogen. Den Erst­kom­mu­nion­tag bezeich­ne­te P. Sunil als einen Tag der guten Begegnungen.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Wegbereiter zu Gott

Eine klei­ne Grup­pe Ordens­schwes­tern mit Weih­bi­schof Her­wig Gössl, Diö­ze­se Bam­berg, war von 13. bis 15. Mai in Alt­öt­ting. In sei­ner Pre­digt in der St. Kon­rad­kir­che wür­dig­te Gössl die Got­tes­mut­ter Maria und den hl. Bru­der Kon­rad als unse­re Weg­be­rei­ter zu Gott“. Außer­dem beton­te er: Jesus ist da in unse­rem Leben, in der Welt. Er will uns Halt geben hier und jetzt.“ Nach dem Segen mit der Bru­der-Kon­rad-Reli­quie begab sich die Pil­ger­grup­pe für einen kur­zen Abste­cher zum Kapell­platz. Hier traf Weih­bi­schof Gössl auf das Ehe­paar Betz, das eben­falls aus der Diö­ze­se Bam­berg stammt und zufäl­lig am sel­ben Tag nach Alt­öt­ting gefah­ren war, um für den 5. Hoch­zeits­tag zu dan­ken. Am Sams­tag mach­ten die Ordens­leu­te eine Aus­flugs­fahrt nach Par­zham. Und am Sonn­tag nach einem fei­er­li­chen Got­tes­dienst in der St. Anna-Basi­li­ka ging es zurück in die ober­frän­ki­sche Heimat.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Glaube des Herzens

Mit Bischof em. Nicho­las Antho­ny DiMar­zio aus Brook­lyn, einem Stadt­teil von New York/​USA, fei­er­te eine Pil­ger­grup­pe am 18. Mai einen Got­tes­dienst in der Stift­s­pfarr­kir­che, nah bei der Alt­öt­tin­ger Gna­den­mut­ter. Bischof DiMar­zio nann­te in sei­ner Pre­digt die christ­li­che Über­zeu­gung einen Glau­ben des Her­zens“. Ins­be­son­de­re die Got­tes­mut­ter Maria wür­dig­te er als Vor­bild. Ihr ver­dan­ken wir, dass wir alle Brü­der und Schwes­tern sind, eine Kir­che im Glau­ben an den Auf­er­stan­de­nen Jesus Chris­tus als Sohn Got­tes“. In den Für­bit­ten wur­de um ein Ende des Krie­ges und um Frie­den auf der Welt gebe­tet, dafür, dass wir geschlos­sen hin­ter Jesus Chris­tus ste­hen, der uns den Frie­den schenkt“. Die Grup­pe aus Brook­lyn ist eine von 80 Pil­ger­grup­pen aus den USA, die heu­er zu den Pas­si­ons­spie­len in Ober­am­mer­gau rei­sen und dabei auch einen Abste­cher nach Alt­öt­ting machen.

Text und Foto: Ros­wi­tha Dorfner

Inn abwärts

Den Inn abwärts“ nach Alt­öt­ting ging es erneut für die Wall­fah­rer aus dem Pfarr­ver­band Töging-Erhar­ting am 21. Mai. In aller Früh mar­schier­ten sie los zum Wall­fahrts­ort, wo sie von Dia­kon Tho­mas Zau­ner emp­fan­gen wur­den: Schee, dass ihr wie­der da seid!“ Beim Pil­ger­got­tes­dienst beton­te Pfar­rer Pio­tr Wan­dachowicz: der Weg den Fluss ent­lang sei nur ein Teil­stück eines lan­gen Weges, der vor uns lie­ge, und: Mit Got­tes Hil­fe wird die­ser gut gelingen.“

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Ein Eis für alle

Ein Eis für alle hat­te Pfar­rer Her­mann Schäch­ner den Erst­kom­mu­ni­on­kin­dern aus dem Pfarr­ver­band Unter­neu­kir­chen für die Teil­nah­me an der Wall­fahrt nach Alt­öt­ting und am Got­tes­dienst in der Basi­li­ka am 21. Mai ver­spro­chen. Die eigent­li­che Beloh­nung aber sei viel grö­ßer: Jesus liebt alle Kin­der“, beton­te er. Auch für den Pfar­rer gab es ein Geschenk: an sei­nem Namens­tag stimm­ten die Kin­der gemein­sam mit Pfarr­vi­kar P. Vin­cent Sabu Gna­nen­dran und den bei­den Gemein­de­re­fe­ren­ten viel Glück und Segen“ an.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Bischof auf Dankwallfahrt

Zum zehn­ten Jah­res­tag sei­ner Bischofs­wei­he besuch­te am 24. Mai Erz­bi­schof Kuria­ko­se Bha­ra­ni­ku­l­anga­ra aus Neu Delhi den Wall­fahrts­ort und fei­er­te einen Dank­got­tes­dienst beim Gna­den­bild. Ich bin ein gro­ßer Ver­eh­rer der Got­tes­mut­ter, sie ist schon von Kin­des­ta­gen an mei­ne Zuflucht und mei­ne Stüt­ze“, erzähl­te er. Die Gna­den­mut­ter von Alt­öt­ting sei für ihn ein beson­de­rer Zufluchts­ort“, ähn­lich wie für Papst em. Bene­dikt XVI., der ihn vor zehn Jah­ren zum Bischof der damals neu gegrün­de­ten Diö­ze­se in Faridabad/​Neu Delhi ernannt hat­te. Beim Got­tes­dienst schloss er aus­drück­lich auch Bene­dikt XVI. und des­sen Fami­lie ins Gebet mit ein. Der 1983 im Alter von 24 Jah­ren in Kerala/​Südindien zum Pries­ter geweih­te Erz­bi­schof war übri­gens auch vie­le Jah­re für den Diplo­ma­ti­schen Dienst des Hei­li­gen Stuhls im Ein­satz; sein Weg führ­te ihn an die Nun­tia­tu­ren nach Kame­run, in den Irak, nach Vene­zue­la, in den Kon­go, zu den Ver­ein­ten Natio­nen nach New York und an die Nun­tia­tur in Ber­lin als stell­ver­tre­ten­der Nun­ti­us. Als Kon­ze­le­brant am 24. Mai stand Pfar­rer Andre­as Ehr­lich aus Deggin­gen mit am Gna­den­al­tar in der Stiftspfarrkirche.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

320 Kilometer zu Maria

Im zwei­jäh­ri­gen Tur­nus führt eine Senio­ren­grup­pe aus dem Fran­ken­land unter Lei­tung vom Senio­ren­be­auf­trag­ten Pfar­rer Franz Schmitt, Frickenhausen/​Diözese Würz­burg, eine Wall­fahrt nach Alt­öt­ting durch. Vom 16. bis 24. Mai leg­ten er und sei­ne 12 Mit­pil­ger eine Weg­stre­cke von 320 Kilo­me­tern zurück. Eine respek­ta­ble Leis­tung! Alles sei gut gegan­gen, so das ein­stim­mi­ge Resü­mee, nur an zwei Pil­ger­ta­gen bei hei­ßen 30 Grad sei man schon an die Schmerz­gren­ze“ gekom­men. Was die Fuß­wall­fah­rer unter­wegs beson­ders beein­druck­te: die Gast­freund­schaft, Freund­lich­keit und Herz­lich­keit ins­be­son­de­re im ober­baye­ri­schen Raum. Für Micha­el But­ter­hof, von Anfang an Teil­neh­mer die­ser Wall­fahrt, ist der Weg zur Mut­ter­got­tes nach Alt­öt­ting sehr wich­tig. Im Alter von drei Jah­ren habe er einen schwe­ren Auto­un­fall über­lebt, lag elf Tage im Koma und vor zehn Jah­ren hat­te er Was­ser im Her­zen. Grund genug, bei der Gna­den­mut­ter für die Wie­der­ge­ne­sung Dank zu sagen.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Friedenszeichen

Ein Zei­chen für den Frie­den setz­ten 130 Schü­le­rin­nen vom Ursu­li­nen-Gym­na­si­um Strau­bing am 25. Mai, als sie – mit Bus und zu Fuß und u.a. beglei­tet von Schul­lei­te­rin Gud­run Graf – nach Alt­öt­ting pil­ger­ten und mit Fah­ne und Kreu­zen in die St. Kon­rad­kir­che ein­zo­gen. Dort emp­fing sie P. Phil­ipp Schmid­bau­er OPra­em zur Andacht. Zum 20. Mal fand die­se Wall­fahrt heu­er statt.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Ans Ziel „verlaufen“

Rund 50 Teil­neh­mer zähl­te die Bus­wall­fahrt der Maria­ni­schen Män­ner­kon­gre­ga­ti­on Mün­chen am Bür­ger­saal (MMC) mit Prä­ses P. Peter Lins­ter SJ am 25. Mai. Kapu­zi­ner­pa­ter Br. Georg Grei­mel, Prä­ses der Alt­öt­tin­ger MC, dank­te fürs Kom­men und ver­wies auf das dies­jäh­ri­ge Wall­fahrts­mot­to: Auf dass sie alle eins sei­en. Die Men­schen auf der gan­zen Welt sehn­ten sich nach Ruhe und Frie­den, beton­te Bru­der Georg und erklär­te: Ein­heit kom­me von Gott. P. Lins­ter erin­ner­te sich in einer Anek­do­te an sei­ne Beru­fung zum Jesui­ten: das sei wäh­rend einer Hei­lig-Rock-Wall­fahrt in Trier gewe­sen, erzähl­te er. Als Zwölf­jäh­ri­ger habe er sich auf­grund der Men­schen­mas­sen ver­lau­fen und wei­nend sei er in der Jesui­ten­kir­che gelan­det, wo sich ein Alum­ne sei­ner annahm. Das habe ihn schwer beein­druckt und nicht mehr los­ge­las­sen. Zum ver­reg­ne­ten Wet­ter zitier­te P. Lins­ter übri­gens eine Bau­ern­re­gel: Ist der Mai feucht und nass füllt er des Bau­ern Fass.“ Dann füg­te der Jesu­it schmun­zelnd hin­zu: Ich bin a Bauernbua!“

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Wallfahrt mit zwei „B“

Mit Pfarr­vi­kar P. Kumar Yangala­da­su mach­ten sich etwa 200 Wall­fah­rer aus dem Pfarr­ver­band Rei­schach am 26. Mai auf den Weg nach Alt­öt­ting. Das Wall­fahrts­kreuz vor­an trug erneut Kon­rad Dienst­hu­ber. Wall­fahrts­rek­tor Prä­lat Dr. Klaus Metzl war­te­te am Grie­spark­platz, um die Pil­ger ein kur­zes Stück Weges über den Kapell­platz zur St. Anna-Basi­li­ka zu beglei­ten. Beim Pil­ger­got­tes­dienst am Chris­ti-Him­mel­fahrts­tag, der in Deutsch­land auch als Vater­tag“ gefei­ert wird, erin­ner­te sich Pfarr­vi­kar Kumar an die Aus­sa­ge eines Kol­le­gen“ über die zwei B’s“, die bei einer Wall­fahrt nicht feh­len dürf­ten: Beten und Bier trin­ken. P. Kumar sag­te: das ers­te B“ bedeu­te Betend zu Maria“. Und auch das zwei­te B“, der Bier­ge­nuss nach einer anstren­gen­den Fuß­wall­fahrt, habe eine sehr posi­ti­ve Sei­te: das gemüt­li­che Bei­sam­men­sein, die Begeg­nung im tra­di­tio­nel­len Sinn. P. Kumar beton­te vor allem die Bedeu­tung des Betens und wünsch­te gute Begeg­nun­gen mit unse­rer Mut­ter Maria“.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Ungebremst

Am frü­hen Nach­mit­tag des 27. Mai läu­te­ten die Alt­öt­tin­ger Kir­chen­glo­cken zum Will­kom­mens­gruß für die 34 Fuß­pil­ger aus Aicha vorm Wald. 140 Kilo­me­ter waren geschafft. Glück­lich zogen sie in die Stift­s­pfarr­kir­che, um die Mut­ter­got­tes am dort auf­ge­stell­ten Gna­den­al­tar zu grü­ßen, ihr den mit­ge­brach­ten Dank und Für­bit­ten dar­zu­brin­gen. Seit 1680, so hat es Pil­ger­lei­ter Rudi Bür­ger­meis­ter nach­re­cher­chiert, gibt es die Fuß­wall­fahrt aus Aicha vorm Wald. Und aus­ge­setzt wur­de die­se Wall­fahrt nur wäh­rend des I. Welt­kriegs, wie er erzählt. Selbst ein Ver­bot im II. Welt­krieg und auch Coro­na 2020/2021 konn­te die­se Tra­di­ti­on nicht einbremsen.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Rosenkranz als Stolperhilfe

Früh­mor­gens am 28. Mai traf die Pil­ger­grup­pe aus dem Pfarr­ver­band Burg­kir­chen-Hals­bach-Mar­ga­re­then­berg in Alt­öt­ting ein. Dia­kon Tho­mas Zau­ner begrüß­te sie und beglei­te­te sie in den Kon­gre­ga­ti­ons­s­saal. Für das Rosen­kranz­ge­bet unter­wegs zitier­te er den ehe­ma­li­gen Stifts­kir­chen­mes­ner Georg Bartl: die­ser sei ein Stie­gen­ge­län­der zum Ein­hal­ten, damit man nicht stol­pert“. Durch das Rosen­kranz­ge­bet, so erklär­te es Pfar­rer P. Witold Kuman bei der Pil­ger­mes­se, hät­ten wir durch Maria Zugang zum himm­li­schen Vater, der voll Barm­her­zig­keit auf uns schaue und uns in allen Dimen­sio­nen unse­res Lebens hei­len wolle.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Gut aufgehoben

Da war Pfar­rer Her­mann Schäch­ner natür­lich beson­ders stolz, dass er beim Bitt­gang sei­nes Pfarr­ver­bands Unter­neu­kir­chen-Kastl am 28. Mai vie­le jun­ge Pil­ger, dar­un­ter sei­ne Minis­tran­ten und Erst­kom­mu­ni­on­kin­der beim Pil­ger­got­tes­dienst in der Stift­s­pfarr­kir­che am Gna­den­al­tar begrü­ßen konn­te. Bei der Mut­ter des Frie­dens, bei der wir alle unse­re Sor­gen und Nöte abla­den dür­fen, sind wir gut auf­ge­ho­ben“, beton­te er.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Lebendige Kirche

Mit Pfarr­vi­kar Xavier Raj Chin­nap­pan mach­ten sich etwa 60 Pil­ger aus der Pfarrei­gemein­schaft Fal­ken­berg-Tauf­kir­chen am 28. Mai auf den Weg. Kapu­zi­ner­pa­ter Br. Georg Grei­mel nahm die Pil­ger in Emp­fang und beglei­te­te sie das letz­te Weg­stück über den Kapell­platz zur St. Kon­rad­kir­che. Die Welt sei bunt und viel­fäl­tig, beton­te Br. Georg; dar­um sei es wich­tig, die Ein­heit und den Frie­den zu för­dern. Gera­de dann, wenn die Men­schen für den Glau­ben auf die Stra­ße gehen, sei dies ein wun­der­ba­res Bild für eine leben­di­ge Kir­che und für eine gute Gemeinschaft.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Bei Maria

Eine hei­li­ge Mes­se am Ersatz-Gna­den­al­tar“ in der Stift­s­pfarr­kir­che zu fei­ern, wo mehr Platz für Pil­ger besteht, ist der­zeit sehr gefragt. So kam am 28. Mai eine Pil­ger­grup­pe aus Grafenwöhr/​Vilseck von der USA-Mili­ta­ry Com­mu­ni­ty, um mit Bischof Wil­liam Muhm Got­tes­dienst zu fei­ern. Maria ist glück­lich, wenn die Pil­ger zu ihr kom­men“, ver­si­cher­te der Bischof. Dann erklär­te er sei­ner Pil­ger­grup­pe auf Eng­lisch, war­um das Gna­den­bild schwarz ver­färbt ist (vom Ruß tau­sen­der abge­brann­ter Ker­zen, die für die Sor­gen und Nöte der Pil­ger ent­zün­det wür­den) und seit wann die Wall­fahrt besteht.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Leuchtender Wegweiser

Auch wenn es nach Coro­na jetzt wie­der mög­lich ist, mit einer grö­ße­ren Fuß­pil­ger­grup­pe nach Alt­öt­ting zu kom­men – bei mehr­tä­gi­gen Fuß­wall­fahr­ten mit Über­nach­tun­gen, wie bei der Cha­mer Fuß­wall­fahrt, gibt es noch Schwie­rig­kei­ten, sowohl bei den Pil­gern wie bei den Quar­tier­ge­bern, berich­te­te der Cha­mer Pil­ger­lei­ter Chris­ti­an Lom­mer. Auf­grund die­ser Tat­sa­che hat man für die Cha­mer Fuß­wall­fahrt die­ses Jahr ohne Über­nach­tung geplant: So führ­ten sie am 27. Mai eine ein­tä­gi­ge Fuß­wall­fahrt zum 50 Kilo­me­ter ent­fern­ten Bogen­berg bei Strau­bing durch. Am 28. Mai mar­schier­ten etwa 100 Cha­mer Pil­ger ab dem nie­der­baye­ri­schen Fal­ken­berg dem Wall­fahrts­ziel Alt­öt­ting ent­ge­gen. Kapu­zi­ner­pa­ter Sieg­bert May­er begrüß­te die Pil­ger auf dem Kapell­platz und ver­glich das Gerüst um die Gna­den­ka­pel­le mit dem Lebens­ge­rüst und Umbrü­chen in unse­rem Leben. Damit unser Leben in rech­ter Wei­se gelingt, braucht es einen leuch­ten­den Weg­wei­ser, den wir in der Got­tes­mut­ter Maria fin­den“, beton­te er.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Glockengruß zum Jubiläum

Nor­ma­ler­wei­se kom­men die Fuß­wall­fah­rer aus Adel­hol­zen und Umge­bung unter Lei­tung von Schwes­ter Rosa-Maria Dick (3. Bild, l.) ganz unschein­bar und ohne Auf­se­hen in Alt­öt­ting an. Die­ses Jahr am 28. Mai gab es eine Aus­nah­me und die Pil­ger­grup­pe wur­de mit fei­er­li­chem Glo­cken­ge­läut am Pil­ger­ziel emp­fan­gen: es war die 20. Fuß­wall­fahrt, die von der Gene­ral­obe­rin der Barm­her­zi­gen Schwes­tern vom hl. Vin­zenz von Paul mit Mut­ter­haus in Mün­chen (seit 1907 gehö­ren den Schwes­tern die Adel­holze­ner Alpen­quel­len“) durch­ge­führt wur­de. Für Schwes­ter Rosa-Maria war es außer­dem ein Abschied vom Pil­ger­ge­sche­hen, zumin­dest was die Orga­ni­sa­ti­on betrifft. Nach einem Besuch des Alt­öt­tin­ger Gna­den­bil­des in der Stift­s­pfarr­kir­che fei­er­ten die Pil­ger aus Adel­hol­zen mit der zeit­gleich in Alt­öt­ting ein­ge­trof­fe­nen Fuß­wall­fah­rer-Grup­pe aus Bene­dikt­beu­ern unter Lei­tung von P. Rai­ner Reit­mei­er SDB (3. Bild, r.) einen abschlie­ßen­den Got­tes­dienst in der St. Konrad-Kirche.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Glaubenszeugen auf dem Weg

Am frü­hen Sonn­tag­mor­gen, 29. Mai, zogen die Fuß­pil­ger aus dem Pfarr­ver­band Gar­ching-Engels­bergunter der geist­li­chen Lei­tung von Pfar­rer Hans Speck­ba­cher und unter dem Geläut der Alt­öt­tin­ger Kir­chen­glo­cken über den Kapell­platz zur St. Anna-Basi­li­ka. Dia­kon Tho­mas Zau­ner begrüß­te sie und dank­te fürs Kom­men. Die­sen Dank gab Pfar­rer Speck­ba­cher zurück, und grüß­te herz­lich den Kon­ze­le­bran­ten an sei­ner Sei­te, Pfar­rer und Stifts­ka­no­ni­kus Elmar Heß, in der Hoff­nung, dass der Bitt­gang nach Alt­öt­ting leben­dig bleibt. Wie das Sonn­tags­evan­ge­li­um ver­kün­det, sen­det auch Jesus sei­ne Jün­ger und bit­tet um Ein­heit“, so Pfar­rer Speck­ba­cher, der eine Pil­ger­ge­mein­schaft als Glau­bens­zeu­gen auf dem Weg“ bezeichnete.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Mit Füßen gebetet

Auch mit den Füßen kön­ne man beten, sag­te Alt­öt­tings Dia­kon Gerold Hoch­dor­fer, als er die Pil­ger­grup­pe aus Berg im Gau begrüß­te. 45 Fuß­wall­fah­rer unter der Lei­tung von Johann Wol­fel­sper­ger erreich­ten am 29. Mai Alt­öt­ting. Begrüßt wur­den die­se auch von Kin­dern, die sich mit Blu­men­sträuß­chen in Hän­den auf die (Groß-)Eltern freu­ten. Der Pil­ger­got­tes­dienst fand im Kon­gre­ga­ti­ons­saal statt. 

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Zum 30. Mal

30. Jubi­lä­um: am 29. Mai umrun­de­ten 28 Fuß­wall­fah­rer aus Prosdorf/​Waldmünchen und Umge­bung unter Lei­tung von Wal­ter und Mari­an­ne Pfaffl die Gna­den­ka­pel­le. Sie tru­gen das kunst­voll gestal­te­te Neu­stif­ter-Vor­tra­ge­kreuz vor­an. In St. Kon­rad fei­er­ten sie einen Jubi­lä­ums-Dank­got­tes­dienst, zele­briert von Pfar­rer Mar­kus Dasch­ner, der sich ab Per­kam dem drit­ten Pil­ger­tag ange­schlos­sen hatte.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Viele Vorbeter

Am 30. Mai kamen Pil­ger aus dem Pfarr­ver­band Pal­ling-Freutsmoos in Alt­öt­ting an, wo sie Dia­kon Tho­mas Zau­ner begrüß­te. Neun Stun­den Fuß­marsch (ab Tyr­la­ching) hat­ten sie hin­ter sich. Die­ser Pil­ger­gang hat eine jahr­hun­der­te­al­te Tra­di­ti­on, von dem ein Votiv­bild in der Gna­den­ka­pel­le aus dem Jahr 1650 zeugt. Er geht auf ein Gelüb­de aus der Pest­zeit zurück. Die Vor­be­ter haben sich heu­er abge­wech­selt, (letz­tes Bild, v.l.n.r.) Alo­is Kinds­mül­ler, PGR-Vor­sit­zen­der Hans May­er, Rudolf May­er mit dem Vor­trags­kreuz, Hans Gas­ta­ger und Andi Lebacher.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

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