Wallfahrt

Mosaike aus der Wallfahrt

Michael Glaß am 16.06.2026

Info Icon Foto: Roswitha Dorfner
Wallfahrer aus dem Pfarrverband Indersdorf in Altötting.

Auch in den Sommermonaten kommen etliche Wallfahrer ins Herz Bayerns. Hier eine kleine Auswahl der Pilgergruppen im Juni:

Glaubensgemeinschaft erleben

Eine Dele­ga­ti­on aus Alt­öt­ting war vom 13. bis 17. Mai beim Katho­li­ken­tag in Würz­burg ver­tre­ten – am 1. und 2. Juni revan­chier­te sich eine Pil­ger­grup­pe des Fati­ma-Apos­to­lats Würz­burg unter der geist­li­chen Beglei­tung von Pfar­rer Chris­ti­an Stadt­mül­ler, Groß­heu­bach und Pfar­rer Robert Stol­zen­ber­ger, Aschaf­fen­burg mit einem Gegen­be­such im Her­zen Bay­erns“ bei der Gna­den­mut­ter von Alt­öt­ting. Ihr habt einen lan­gen Weg hin­ter Euch“, stell­te Wall­fahrts­rek­tor Dr. Klaus Metzl fest, der die Würz­bur­ger Mari­en­ver­eh­rer zur Gna­den­ka­pel­le ein­be­glei­tet hat­te, und das Pil­ger­ziel sei gut gewählt, wie Metzl anmerk­te, denn bei der Mut­ter­gotts sind wir daheim“, wie auch stets Papst Bene­dikt XVI. betont habe. So war es nahe­lie­gend, dass mit Gegrü­ßet seist du Köni­gin“ ein Lied zur Ehre Mari­ens ange­stimmt wurde.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Treue Altötting-Pilger

Eine Dele­ga­ti­on der Musik­ka­pel­le Alt­öt­ting spiel­te die Bus­wall­fah­rer aus dem Pfarr­ver­band Inders­dorf unter der geist­li­chen Lei­tung von Pfar­rer Ste­fan Haupt­mann am Frei­tag, 5. Juni über den Kapell­platz zur Bru­der Kon­rad-Kir­che her­ein. Auch wenn der Bus nicht voll besetzt war, für Pfar­rer Haupt­mann ist es ein Muss“ alle Jah­re nach Alt­öt­ting zu pil­gern, wie er beton­te. In Got­tes Namen gehen wir unse­ren Pil­ger­weg des Lebens“, stell­te Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Bert­hold Oeh­ler bei der Pil­ger-Begrü­ßung fest, wir brau­chen den Mut, zu Got­tes Auf­trag Ja zu sagen, wie es Maria und Bru­der Kon­rad vor­ge­lebt haben.“

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Zwischenstopp bei Maria

Info Icon Foto: Roswitha Dorfner

Pfar­rer Peter König (links) aus Vils­bi­burg, ein treu­er Ver­eh­rer der Gna­den­mut­ter von Alt­öt­ting, fei­er­te am Frei­tag, 12. Juni mit Bischof Fran­cis Boman­sa­an MAfr. aus der Diö­ze­se Wa in Gha­na (Mit­te) in der Gna­den­ka­pel­le einen Got­tes­dienst in den Anlie­gen von Kir­che und Welt. Bischof Fran­cis ist ein Nach­fol­ger von Bischof Paul Bemi­le, den Pfar­rer König wäh­rend sei­ner Stu­di­en­zeit in Regens­burg ken­nen­lern­te. Aus einer Freund­schaft ist auch eine Paten­schaft ent­stan­den, um den Bischof und sei­ne Diö­ze­se in Afri­ka nicht nur mit Gebet, son­dern auch finan­zi­ell zu unter­stüt­zen, erklär­te Pfar­rer König. Bischof Fran­cis gehört der mis­sio­na­ri­schen Ordens­ge­mein­schaft der Wei­ßen Väter an und sei­ne Diö­ze­se pflegt mit vier wei­te­ren nordgha­nai­schen Bis­tü­mern eine Part­ner­schaft mit dem Bis­tum Müns­ter. Ent­spre­chend wird Bischof Fran­cis am Sonn­tag, 21. Juni an der Amts­ein­füh­rung des neu­en Bischofs Dr. Hei­ner Wil­mer in Müns­ter teilnehmen.

Text und Foto: Ros­wi­tha Dorfner

Freudiges Wiedersehen

Alt­öt­tings Stadt­pfar­rer und Wall­fahrts­rek­tor Klaus Metzl, der am Sams­tag­mor­gen, 13. Juni die Fuß-/Bus­pil­ger­grup­pen aus Land­au an der Isar ein­be­glei­te­te und in der Bru­der-Kon­rad-Kir­che will­kom­men hieß, freu­te sich über ein Wie­der­se­hen mit Bekann­ten sei­ner ehe­ma­li­gen Pfar­rei – eben­so Pau­li­ner­pa­ter Paul Bin­kow­ski (l.) und Con­gre­ga­tio-Jesu-Schwes­ter Maria Ober­mai­er. Ein klei­ner Teil der Land­au­er Pil­ger hat­te nachts die gan­ze Weg­stre­cke zu Fuß zurück­ge­legt, der Haupt­teil der Wall­fah­rer war mit dem Bus bis Gerats­kir­chen gefah­ren um dann die rest­li­che Weg­stre­cke zu Fuß nach Alt­öt­ting zu mar­schie­ren. Am Pil­ger­got­tes­dienst mit Land­aus Stadt­pfar­rer August Lind­mei­er und Pfarr­vi­kar Pater Mer­lu nahm auch Katha­ri­na Schmer­beck teil, die tra­di­tio­nell bei der Nacht­wall­fahrt“ das Pil­ger­kreuz nach Alt­öt­ting trägt. Die­ses Jahr muss­te sie pau­sie­ren: es hat sich Pil­ger­nach­wuchs ein­ge­stellt. Und wie soll es anders sein: für die klei­ne Fran­zis­ka, gebo­ren im Jubi­lä­ums­jahr des hl. Franz von Assi­si, war der Name qua­si vorprogrammiert.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner 

Mission mit Maultier

Kürz­lich fei­er­te Weih­bi­schof em. Don Adol­fo Bitt­schi aus Sucre/​Bolivien (r.) gemein­sam mit Ruhe­stands­pfar­rer Isi­dor Vollnhals (ehem. Gene­ral­vi­kar in Eich­stätt, l.) aus Kirch­ham eine hl. Mes­se in der Gna­den­ka­pel­le. Wäh­rend sei­nes Hei­mat­ur­laubs in der Diö­ze­se Eich­stätt ist Adi“ Bitt­schi (75) vor­wie­gend als Firm­spen­der unter­wegs. Er ver­bringt sei­nen Lebens­abend in Boli­vi­en und erzähl­te, dass er frü­her als ein­fa­cher Pries­ter die weit ent­le­ge­nen Dör­fer und Pfar­rei­en in den ber­gi­gen Hoch­ebe­nen meist auf einem Maul­tier besuch­te. Die­ses hat­te ihn ein­mal abge­wor­fen, aber dank sei­nes Dick­schä­dels“, wie Bitt­schi schmun­zelnd anmerk­te, habe er so gut wie kei­ne Bles­su­ren davon­ge­tra­gen. Als er die­ses Erleb­nis bei einem Hei­mat­be­such sei­nen pries­ter­li­chen Mit­brü­dern erzähl­te, lau­te­te die Ant­wort: Das mit dem Dick­schä­del hät­test du uns gar nicht sagen müs­sen, das wis­sen wir auch so!“ Doch der eme­ri­tier­te Weih­bi­schof weiß, wem er immer wie­der Hil­fe in Not ver­dankt: der Gna­den­mut­ter von Alt­öt­ting und der hl. Walburga.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Bikerinnen treffen Biker

Info Icon Foto: Roswitha Dorfner

Die Wet­ter­pro­gno­sen waren alles ande­re als geeig­net für eine Rad­wall­fahrt nach Alt­öt­ting. Es war viel Regen ange­sagt. Aber die Frau­en­bund-Damen aus Kirch­dorf an der Amper haben Gott­ver­trau­en und Ver­trau­en zur Gna­den­mut­ter in Alt­öt­ting. Sie kamen am Sams­tag, 13. Juni zwar mit Ver­spä­tung ans Pil­ger­ziel, aber immer noch recht­zei­tig, um bei der fei­er­li­chen Abend­mes­se in der St. Anna-Basi­li­ka mit anschlie­ßen­der Lich­ter­pro­zes­si­on teil­zu­neh­men. Das taten sie gemein­sam mit ande­ren Pil­gern und den Jesus-Bikern (S. 19) , die auch in Alt­öt­ting weil­ten – Zwei­rad-Pil­ger im Glau­ben vereint.

Text und Foto: Ros­wi­tha Dorfner

„In Treue fest …“ für den Frieden

Etwa 1000 Teil­neh­mer haben am 14. Juni das 70-jäh­ri­ge Jubi­lä­um der Baye­ri­schen Kame­ra­den- und Sol­da­ten­ver­ei­ni­gung e.V.“ (BKV) mit einem Fest­zug und einem Got­tes­dienst in der Basi­li­ka gefei­ert. Fah­nen- und Stan­dar­ten-Abord­nun­gen aus ganz Bay­ern zogen über den Kapellplatz.

In Treue fest mit Gott, für Hei­mat und Vater­land“ – die­ses Gelöb­nis gemäß der Stif­ter­ur­kun­de 1956 hat sich die BKV (gegrün­det in Alt­öt­ting) auf die Fah­nen geschrie­ben. Min­des­tens eben­so wich­tig war damals kurz nach dem II. Welt­krieg ein wei­te­res Leit­wort: Nie wie­der Krieg“.

Ein Mot­to, das der Haupt­ze­le­brant der Jubi­lä­ums­mes­se, Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Mari­nus Par­zin­ger in sei­ner Pre­digt auf­griff: Frie­den ist ein Geschenk des Auf­er­stan­de­nen. Frie­den zu hal­ten in Kon­flikt­si­tua­tio­nen ist schwer, und so müs­sen wir uns bewusst für den Frie­den ein­set­zen“, appel­lier­te Bru­der Mari­nus an die anwe­sen­den Reser­vis­ten und Ehren­gäs­te. Frie­de beginnt immer im Klei­nen, im eige­nen Her­zen und wei­tet sich aus auf die gan­ze Welt“, so Bru­der Mari­nus. Er resü­mier­te: Wir wol­len unse­re Wor­te abrüs­ten, auf unse­re Spra­che ach­ten, Ver­ständ­nis för­dern, Feind­bil­der ver­mei­den. Wir wol­len uns ein­las­sen auf die Situa­ti­on der Men­schen, die Unrecht erlei­den, in Kon­flik­ten gefan­gen sind und oft ver­ges­sen wer­den. Wir wol­len sie hören und ihnen unse­re Stim­me lei­hen. Wir wol­len uns ein­üben in Geduld auf dem Weg zum Frie­den … damit wir zum Segen wer­den in unse­rer fried­lo­sen Zeit.“

Am Ende des BKV-Jubi­lä­ums-Got­tes­diens­tes wur­de die Gna­den­mut­ter als Für­spre­che­rin bei Gott mit dem Pil­ger­lied Schwar­ze Madon­na“ geehrt, aber auch der Toten gedacht mit Gebet und dem Lied Ich hatt‘ einen Kameraden“.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner 

Von Polen nach Bayern

Am 17. Juni zogen pol­ni­sche Pries­ter gemein­sam mit Bischof Dr. Arka­di­usz Okroj aus Thorn/​Torun in die Gna­den­ka­pel­le ein, san­gen gemein­sam auf Pol­nisch das Pil­ger­lied Schwar­ze Madon­na“ und fei­er­ten einen Got­tes­dienst im Okto­gon bei der Gna­den­mut­ter von Alt­öt­ting. Man kann sagen: Sie kamen als Ver­eh­rer der Schwar­zen Madon­na in Polen zur Schwar­zen Madon­na im Her­zen Bay­erns. Pau­li­ner­pa­ter David Kolod­zie­jc­zyk, der seit Sep­tem­ber 2023 mit eini­gen pol­ni­schen Mit­brü­dern im Alt­öt­tin­ger St. Mag­da­lenaklos­ter lebt, erklär­te den anwe­sen­den Got­tes­dienst-Teil­neh­mern auf Deutsch, dass es sich bei die­sen Pries­tern, ein­schließ­lich Bischof Arka­di­usz, um den Wei­he­jahr­gang 1992 hand­le. Auch er selbst konn­te sich auch zu die­sem Wei­he­jahr­gang zäh­len. Beim gemein­sa­men Got­tes­dienst gedach­ten die pol­ni­schen Pries­ter im Gebet auch zwei­er ver­stor­be­ner Mit­brü­der des Wei­he­jahr­gangs. P. David fun­gier­te dann im Anschluss für die pol­ni­schen Pries­ter als Kir­chen­füh­rer“ in Alt­öt­ting und infor­mier­te über die Wall­fahrts­ge­schich­te des Gnadenortes.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner 

Abschiedsfahrt

Wir haben das Ziel erreicht“, freu­te sich Pau­li­ner­pa­ter Paul Bin­kow­ski, als er mit 38 Rad­pil­gern aus der Hal­ler­tau am 20. Juni über den Kapu­zi­ner­berg her­auf am Kapell­platz ankam und an der Gna­den­ka­pel­le Halt mach­te. Die Freu­de anzu­kom­men, die Gemein­schaft, die Gesprä­che unter­wegs, aber auch die Anstren­gung bei die­ser Hit­ze den wei­ten Weg zu radeln, alles was uns auf die­sem Pil­ger­weg des Glau­bens beweg­te, kön­nen wir getrost vor Maria nie­der­le­gen“, zeig­te sich P. Paul dank­bar, dass alles gut geklappt hat­te und stimm­te Seg­ne du Maria an“. Rund 100 Kilo­me­ter hat­ten die Rad­pil­ger ab Groß­gun­derts­hau­sen – vor­wie­gend mit E‑Bikes – zurück­ge­legt. Es ist eine der Pfar­rei­en, die P. Paul seel­sorg­lich betreu­te, bevor er nun als Pri­or der Pau­li­ner ins St. Mag­da­lenaklos­ter nach Alt­öt­ting ver­setzt wur­de. Die Rad­wall­fahrt zur Gna­den­mut­ter nach Alt­öt­ting hat­te P. Paul geplant, bevor er wuss­te, dass dies qua­si eine Abschieds­fahrt“ mit einem Teil sei­ner Hal­ler­tau­er Pfar­rei­en­gemein­schaft wer­den sollte.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Mit Franziskus unterwegs

Eine zwei­tä­gi­ge Fuß­wall­fahrt und rund 60 Kilo­me­ter Weg­stre­cke haben 20 Teil­neh­mer aus Micha­el­beu­ern im Salz­bur­ger Land trotz Som­mer­hit­ze bewäl­tigt. Ver­stär­kung beka­men sie durch vier Rad­pil­ger. Auch Abt Johan­nes Perk­mann von der Bene­dik­ti­ner­ab­tei misch­te sich unter das Fuß­volk. Mach uns zum Werk­zeug dei­nes Frie­dens“, lau­te­te das Mot­to bei der 24. Fuß­wall­fahrt, die lei­der nicht ohne Pan­nen ver­lief, wie Pil­ger­lei­ter Her­mann Wall­mann berich­te­te. Das Begleit­fahr­zeug gab sei­nen Geist auf und muss­te durch ein ande­res Fahr­zeug ersetzt wer­den, was eine Ver­zö­ge­rung des Wall­fahrts­ab­laufs zur Fol­ge hat­te. Doch für Abt Johan­nes, der etwas Grip­pe-geschä­digt mit den Pil­gern aus Micha­el­beu­ren nach der Ankunft in Alt­öt­ting am 20. Juni den Got­tes­dienst in der Bru­der Kon­rad-Kir­che fei­er­te, stand fest: Wer sich den hei­li­gen Franz von Assi­si the­ma­tisch als Weg­be­glei­ter einer Wall­fahrt aus­wählt, muss auf Über­ra­schun­gen gefasst sein. Denn der hei­li­ge Fran­zis­kus hat­te sogar die Gabe, einen Wolf zu zäh­men. So gel­te es auch, in unse­rem Leben ab und an den inne­ren Wolf (alles Nega­ti­ve) zu besie­gen; eine Wall­fahrt bie­te dafür eine gute Möglichkeit.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Bulldog-Freunde auf Wallfahrt

Da staun­ten die sonn­täg­li­chen Got­tes­dienst­be­su­cher und Pil­ger, die sich am 21. Juni gegen 9 Uhr am Kapell­platz befan­den, nicht schlecht: Gemäch­lich tucker­ten 23 Bull­dogs, vor­wie­gend Old­ti­mer der Her­stel­ler­mar­ken Lanz, Eicher, Fendt oder Schlü­ter, über den hei­li­gen Bezirk Alt­öt­tings und for­mier­ten sich vor der Gna­den­ka­pel­le. Zum neun­ten Mal, orga­ni­siert von Maria Vier­egg, mach­ten sich Freun­de und Besit­zer die­ser land­wirt­schaft­li­chen Nutz­fahr­zeu­ge aus den Land­krei­sen Erding und Frei­sing auf den Weg nach Alt­öt­ting. Abfahrt war am 20. Juni um 9 Uhr in Erding, Ankunft in Alt­öt­ting gegen 16 Uhr. Die Bull­dogs wur­den dann am Post­park­platz abge­stellt, wäh­rend die Fah­rer an der Sams­tag­vor­abend­mes­se in der St. Anna-Basi­li­ka und an der Lich­ter­pro­zes­si­on teil­nah­men. Die Bull­dog-Seg­nung fand am Sonn­tag­mor­gen am Kapell­platz statt. Das Wet­ter war an bei­den Tagen som­mer­lich heiß, aber immer noch bes­ser als Regen“, kom­men­tier­te die Ver­ant­wort­li­che der Bulldog-Wallfahrt.

Dem konn­te Teil­neh­mer Mathi­as Jell (5. Bild) aus Maria Thal­heim mit sei­nem 55 PS-star­ken Lanz aus dem Jahr 1938 nur zustim­men. Denn, war­um er sich eine soge­nann­te Lanz-Ver­bun­den­heit“ zuschreibt, hängt mit der Wit­te­rung zusam­men, aber eher mit der kal­ten Jah­res­zeit, wie er anmerk­te. Von 1935 bis 2025, seit nun­mehr 90 Jah­ren, befin­den sich durch­ge­hend Lanz-Bull­dogs auf unse­rem Bau­ern­hof“, berich­te­te er. Als ich am 30. Dezem­ber 1945 auf die Welt kam, da lag so viel Schnee, dass die Heb­am­me mit einem Lanz-Bull­dog abge­holt wer­den muss­te“, erzähl­te er. Dar­um sei­ne Devi­se: Ein­mal Lanz, immer Lanz!“

Die 23-jäh­ri­ge Schlü­ter-Kathi (4. Bild), wie auch ein Schild in der Fah­rer­ka­bi­ne auf einen weib­li­chen Bull­dog-Fan ver­wies, ist ein Bei­spiel, dass Land­wirt­schaft und die Beherr­schung der damit ver­bun­de­nen Gerät­schaf­ten nicht mehr aus­schließ­lich in Män­ner­hän­den lie­gen müssen.

Und Schlü­ter-Fah­rer Sepp Lanz­in­ger, von Anfang an bei der Bull­dog-Wall­fahrt dabei, hat­te sei­ne bei­den Töch­ter Regi­na (14) und Ber­na­dette (11) am Sozi­us dabei – für Pil­ger- bzw. Pil­ge­rin­nen­nach­wuchs ist somit bes­tens gesorgt. Die bei­den jun­gen Beglei­te­rin­nen bevor­zug­ten bei die­ser Som­mer­hit­ze anstel­le eines Frei­bad-Besuchs eine Bull­dog-Wall­fahrt mit dem Papa.

Kapu­zi­ner­pa­ter Bert­hold Oeh­ler spar­te dann bei der Fah­rer- und Bull­dog-Seg­nung nicht mit Weih­was­ser – aber den hoch­som­mer­li­chen Tem­pe­ra­tu­ren bereits um 10 Uhr vor­mit­tags am Kapell­platz geschul­det gab’s kei­ne Beschwer­den, im Gegen­teil! Nach einem wei­te­ren Got­tes­dienst­be­such in der Bru­der-Kon­rad-Kir­che schwan­gen sich die Bull­dog-Len­ker auf den Sozi­us ihrer land­wirt­schaft­li­chen Nutz­fahr­zeu­ge – der Hun­ger und Durst war groß und die Vor­freu­de auf ein gemüt­li­ches Bei­sam­men­sein im Gast­haus Gra­ming auf der Weg­stre­cke Rich­tung Hei­mat Erding-Freising.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Im Zeichen des Friedens

Zur 53. Natio­nal­wall­fahrt nach Alt­öt­ting am 28. Juni hat­te die kroa­tisch-katho­li­sche Gemein­de in Bay­ern mit Sitz im Erz­bis­tum Mün­chen-Frei­sing als Haupt­ze­le­bran­ten zum fest­li­chen Pon­ti­fi­kal­got­tes­dienst in der St. Anna-Basi­li­ka Mili­tär­bi­schof Msgr. Miro Relo­ta OFM aus Sara­je­vo in Bos­ni­en-Her­ze­go­wi­na ein­ge­la­den. Am 14. Febru­ar die­ses Jah­res wur­de er zum Bischof geweiht und sein Wahl­spruch lau­tet: Die­ner des Frie­dens Got­tes“. Bischof Relo­ta leg­te die Bit­te um Frie­den der Gna­den­mut­ter von Alt­öt­ting per­sön­lich zu Füßen. Den Got­tes­dienst in kroa­ti­scher Spra­che, musi­ka­lisch gestal­tet von einem Chor- und Instru­men­tal­ensem­ble aus Mün­chen, zele­brier­te der Bischof mit zahl­rei­chen kroa­ti­schen Seel­sor­gern. Ins­ge­samt rund 2.500 Lands­leu­te, zum Teil in der kroa­ti­schen Lan­des­tracht, nah­men teil. In sei­ner Pre­digt stell­te der Bischof fest: Ich ken­ne Euch nicht, aber die Mut­ter­got­tes kennt jeden ein­zel­nen von Euch.“ Und kei­ner kom­me nach Alt­öt­ting, der nicht die Lie­be der Mut­ter­got­tes spü­re. Ich hof­fe, Ihr habt die­sen Glau­ben“, sag­te er. Vor dem Got­tes­dienst habe auch er als Bischof die Beich­te gehört und fest­ge­stellt: Wir haben alle die­sel­ben Pro­ble­me, kör­per­li­che und see­li­sche Lei­den.“ Bischof Relo­ta misch­te sich dann wäh­rend sei­ner Pre­digt unter sei­ne kroa­ti­schen Lands­leu­te. Er riet ihnen, offen zu sein für Jesus und für den Nächs­ten. Wenn wir heu­te heim­keh­ren nach die­ser Wall­fahrt, dann soll­te jeder erken­nen, dass uns die Mut­ter­got­tes ver­än­dert hat. Denn Krieg und Hass­ge­füh­le im Her­zen wer­den uns immer mehr nach unten zie­hen. Frie­de und Lie­be im Her­zen zu haben, wie es uns Jesus gelehrt hat, ist der Sieg über Sün­de und Tod.“

An der Wall­fahrt nah­men u.a. Mar­tin (47) und sei­ne Toch­ter Nika (14) aus Ebers­berg teil, die trotz brü­ten­der Hit­ze mit Pil­ger­lei­ter Ste­fan (76) und ande­ren Teil­neh­mern an zwei Tagen zu Fuß nach Alt­öt­ting mar­schier­ten. Zel­j­ko, der die­ses Jahr die Fuß­wall­fahrt allei­ne mach­te und sich auf eine App ver­ließ, kam lei­der vom Weg ab und muss­te sich wegen eines Stur­zes im Kran­ken­haus behan­deln las­sen. Er setz­te sei­nen Pil­ger­weg mit ein­ge­bun­de­nem Arm fort.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Weitere Nachrichten

Das glauben wir
14.07.2026

Der gute Gott und das Leid

Ob Gott Leid zulässt und wie sich Schmerz mit dem Glauben an seine Liebe vereinbaren lässt, gehört zu den…

Wallfahrt
14.07.2026

Mosaike aus der Wallfahrt

Der Juli ist der Monat der landsmannschaftlichen Wallfahrten. Aber auch viele andere Pilger (-gruppen) kommen…

Das glauben wir
06.07.2026

Vom Suchen und Finden ...

Das Suchen ist ein Grundbedürfnis des Menschen, schreibt unsere Autorin im Editorial der Ausgabe 28-2026 –…

Vorträge
06.07.2026

„Der Glaube ist eine Kraft, die verwandelt, reinigt und heilt“

Drittes Benedikt XVI. Forum vom 1. bis 5. Juli in Altötting widmet sich der „Heilung durch den Glauben“.