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Wallfahrt

Mosaike aus der Wallfahrt

Michael Glaß am 20.06.2022

2022 06 20 pb alb wallfahrtsmosaike traktoren1 Foto: Roswitha Dorfner
Segnung bei der Traktoren-Wallfahrt.

Auch nach dem großen „Pfingst-Pilger-Sturm“ geht die Wallfahrt nach Altötting weiter. Unter anderen kamen Pilger mit Traktoren und Oldtimern. Hier eine kleine Auswahl der Wallfahrtsgruppen im Juni.

„Zeit is worn“

Ein­mal im Jahr unter­nimmt der Traktor­club aus dem ober­ös­ter­rei­chi­schen Zell an der Pram eine drei­tä­gi­ge Aus­fahrt“ mit den Old­ti­mer-Bull­dogs. Dass Mit­glie­der des Clubs nun eine Wall­fahrt ins 104 Kilo­me­ter ent­fern­te Herz Bay­erns“ mach­ten, lag an der freund­schaft­li­chen Ver­bun­den­heit zwi­schen Traktor­club-Mit­glied Lois Wie­sin­ger und dem Alt­öt­tin­ger Sepp Hart­sper­ger. Wie der Vor­sit­zen­de des Traktor­clubs, Mar­tin Wöl­f­le­der, berich­te­te, mach­ten sie sich am 8. Juni auf den Weg nach Alt­öt­ting und wur­den an der Lan­des­gren­ze in Burg­hau­sen vom Alt­öt­tin­ger Hart­sper­ger per­sön­lich abge­holt. Es war ihre ers­te Bull­dog-Wall­fahrt. Dazu sag­te Dia­kon Tho­mas Zau­ner schmun­zelnd: Zeit is worn!“ Am 9. Juni seg­ne­te er die 15 Old­ti­mer-Trak­to­ren und deren Fah­rer und Beifahrer/​innen am Kapell­platz. Außer­dem durf­te Zau­ner im Sozi­us eines der land­wirt­schaft­li­chen Fahr­zeu­ge Platz neh­men und eine Ehren­run­de um die Gna­den­ka­pel­le dre­hen. Als Dank für den kirch­li­chen Segen gab’s vom Club­vor­sit­zen­den einen Hoch­pro­zen­ti­gen aus der eige­nen Schnaps­bren­ne­rei. Am 10. Juni tucker­ten die Bull­dog-Freun­de wie­der heim.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Unter Deinem Schutz

Vergelt’s Gott für Euer Gebet hier­her…“, bedank­te sich Alt­öt­tings Dia­kon Tho­mas Zau­ner, nach­dem er die Pil­ger­grup­pe des Fati­ma-Weltapos­to­lats Würz­burg mit Pfar­rer Chris­ti­an Stadt­mül­ler und Pfar­rer Robert Stol­zen­ber­ger am 9. Juni über den Kapell­platz zur Stift­s­pfarr­kir­che ein­be­glei­tet hat­te. Vor dem Gna­den­bild Unse­rer Lie­ben Frau stimm­ten die Teil­neh­mer das uralte Pil­ger­wei­he­ge­bet an die Mut­ter­got­tes an: Unter dei­nen Schutz und Schirm flie­hen wir o hei­li­ge Got­tes­ge­bä­re­rin …“. Das pass­te im dop­pel­ten Sinn, waren die Pil­ger mit Schir­men vor dem Regen­wet­ter geschützt zum Kapell­platz gezo­gen. Hin­ter­grund: Gegrün­det wur­de die maria­ni­sche Ver­ei­ni­gung im Jahr 1981, die kirch­li­che Aner­ken­nung erhielt das Apos­to­lat im Jahr 1992 unter Bischof Paul Wer­ner Schee­le. Dem jet­zi­gen Lei­ter des Fati­ma-Welt­apos­to­lats Würz­burg, Pfar­rer Stadt­mül­ler, ist es ein wich­ti­ges Anlie­gen, die Bot­schaft der Lie­ben Frau von Fati­ma auch den Men­schen im drit­ten Jahr­tau­send näher zu brin­gen. Er hat­te 2011 einen För­der­ver­ein zur Unter­stüt­zung des Fati­ma-Apos­to­lats gegrün­det, dem über 170 Mit­glie­der angehören.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Nah beim Gnadenbild

Weil die dies­jäh­ri­ge Schwan­dor­fer Fuß­wall­fahrt im Früh­jahr Coro­na-bedingt wie­der aus­fal­len muss­te, haben sich acht Fuß­wall­fah­rer aus Frei­hung in der Ober­pfalz in einer klei­nen Pri­vat-Fuß­wall­fahrt“ unter Lei­tung von Alfred Negel auf den Weg gemacht. Am 11. Juni begrüß­te Alt­öt­tings Wall­fahrts­rek­tor Klaus Metzl die treu­en Fuß­pil­ger – vier Tage Fuß­marsch und 170 Kilo­me­ter hat­ten die­se da hin­ter sich. Hart­mut Grie­bel aus dem ober­pfäl­zi­schen Fal­ken­berg sogar noch mehr: er hat­te sich bereits am Pfingst­mon­tag auf den Weg gemacht, am 8. Juni in Schwan­dorf den ande­ren ange­schlos­sen und somit ins­ge­samt 240 Kilo­me­ter zurück­ge­legt. Bei der Pil­ger­mes­se durf­te er die Lesung vor­tra­gen und zur Wand­lung die Glo­cke läu­ten – wer so viel geschafft hat, der schafft auch das Amt des Lek­tors und Minis­tran­ten. Die hl. Mes­se ganz nah bei der Gna­den­mut­ter von Alt­öt­ting war für die Pil­ger­ge­mein­schaft eine beson­de­re Freude.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Mit Ruhe

Unter dem Geläut der Alt­öt­tin­ger Kir­chen­glo­cken, mit Fah­ne und blu­men­ge­schmück­tem Pil­ger­kreuz zogen am 10. Juni Teil­neh­mer der Bus­pil­ger­grup­pe der katho­li­schen Land­volk­be­we­gung der Erz­diö­ze­se Bam­berg über den Kapell­platz zur St. Kon­rad-Kir­che. Dies taten sie so, wie es sich Pil­ger­lei­te­rin Irm­gard Herold gewünscht hat­te: ange­nehm, mit Ruhe und Andacht zum Zen­trum Mari­ens ein­zu­zie­hen“. Alt­öt­tings Dia­kon Tho­mas Zau­ner beton­te: Wich­tig ist Euer Anlie­gen, das ihr im Her­zen zu Maria bringt.“ Viel Zeit zum Wall­fahr­ten“ wünsch­te er vor allem der Pilgerleiterin.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Segen für Oldtimer-Freunde

Oldie-Fans kamen am 18. Juni auf ihre Kos­ten. Und außer­dem kamen sie ins Schwit­zen. Dies, weil es an die­sem Tag extrem heiß war, aber viel­leicht auch was den Schätz­wert der auf dem Kapell­platz gepark­ten nam­haf­ten“ Fahr­zeu­ge betrifft. Dar­un­ter waren u.a. ein BMW 328 Cabrio (Bau­jahr 1934), Bent­ley R‑Type (Bau­jahr 1953), Jagu­ar XK 140 DHC (Bau­jahr 1954), Por­sche 356 A Super Cabrio (Bau­jahr 1956), Alfa Romea Giu­let­ta Sprint (Bau­jahr 1959), Mer­ce­des-Benz 190 SL (Bau­jahr 1960), VW Käfer SWA (Bau­jahr 1960). Im Rah­men der 33. ADAC Bava­ria His­to­ric fand eine Old­ti­mer-Seg­nung am Kapell­platz statt. Aus­gangs­punkt war das drei­tä­gi­ge Maxlrai­ner Oldie-Fee­ling“ um Fron­leich­nam, das nach zwei­jäh­ri­ger Pan­de­mie-Pau­se wie­der statt­fin­den konn­te. Dabei han­delt es sich um ein Zusam­men­tref­fen von Old­ti­mer-Freun­den mit Fahr­zeu­gen aus allen Epo­chen der Auto­mo­bil­ge­schich­te auf der Schloss­wie­se von Maxlrain/​Bad Aib­ling mit Fritz Scha­deck als Vor­sit­zen­den des Orga­ni­sa­ti­ons­ko­mi­tees sowie Vor­stand für Jugend und Sport des Ver­an­stal­ters ADAC Süd­bay­ern. Bei der Etap­pe Durch den Chiem­gau zur Schwar­zen Madon­na“ beka­men sowohl Fahr­zeu­ge wie Fahrer/​innen den kirch­li­chen Segen durch Alt­öt­tings Dia­kon Tho­mas Zau­ner – was wir sehr zu schät­zen wis­sen“, wie sich Hel­mut Helm­ber­ger, ein ehe­ma­li­ger Minis­trant, wie er eigens beton­te, dank­bar zeig­te. Er war es auch, der die ein­zel­nen Fahr­zeug­ty­pen vor­stell­te und als Mode­ra­tor durch das Pro­gramm am Kapell­platz führ­te. Freud und Leid der Old­ti­mer-Cabrio-Besit­zer sind nah bei­ein­an­der, davon konn­te BMW-Besit­zer Robert Greß­lin­ger ein Lied sin­gen. Sein BMW-Cabrio aus der Vor­kriegs­zeit hat kein Ver­deck und bei plötz­lich ein­set­zen­dem Regen, wie wäh­rend der Maxlrai­ner Tage gesche­hen, gab’s nur eins: Schirm auf­span­nen oder Schutz­su­che unter Brü­cken­tun­nels oder sons­ti­gen Unter­stell-Gele­gen­hei­ten, was für den Old­ti­mer-Besit­zer auch heißt: nicht nur die Stra­ße als Ver­kehrs­teil­neh­mer son­dern auch die Wet­ter­vor­her­sa­ge stets im Blick zu haben.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Mit Schnitzel und Kuchen

Immer nach Fron­leich­nam machen sich die Rad­pil­ger aus dem ober­pfäl­zi­schen Waf­fen­brunn auf nach Alt­öt­ting – heu­er am 17. und 18. Juni. Dass eine Rad­wall­fahrt mit einer Stre­cke von 185 Kilo­me­tern hung­rig macht, ist nahe­lie­gend. Daher hat­ten sie die übrig­ge­blie­be­nen Schnit­zel und Kuchen vom Pfarr­fest an Fron­leich­nam mit­ge­nom­men. Die hei­ßen Tem­pe­ra­tu­ren waren heu­er grenz­wär­tig, wie die 23 Teil­neh­mer an der 19. Rad­wall­fahrt berich­te­ten. Die lang­jäh­rigs­ten Teil­neh­mer sind Luck Schma­de­rer (16 Mal) und Man­fred Gött­lin­ger (15). Pfar­rer Micha­el Rei­ßer fei­er­te in der St. Kon­rad-Kir­che den Pil­ger­got­tes­dienst. Übri­gens: Drei­mal muss­te die­se Rad­wall­fahrt pau­sie­ren; zwei­mal wegen Coro­na und ein­mal wegen Hochwasser.

Text und Foto: Ros­wi­tha Dorfner

2022 06 23 pb alb wallfahrtsmosaike waffenbrunn

Feuer und Flamme

Am 18. Juni erreich­ten 30 Fuß­wall­fah­rer und zwei Rad­pil­ger aus dem öster­rei­chi­schen Micha­el­beu­ern und Umge­bung ihr Pil­ger­ziel. Abt Johan­nes Perk­mann OSB hat­te die geist­li­che Lei­tung, Orga­ni­sa­tor war Her­mann Wall­mann. Mit dabei war auch Bau­lei­ter Man­fred Schwai­ger. Zwei Tage waren die Pil­ger unter­wegs gewe­sen. Ihre 20. Jubi­lä­ums­wall­fahrt stand unter dem Mot­to Mit­ein­an­der unter­wegs“. Beim Marsch durch den Forst leg­ten sie immer wie­der Rast ein für eine Gebets­run­de. Abt Johan­nes trug als Son­nen­schutz eine Feu­er­wehr­kap­pe mit Flam­men­auf­druck“ – mutig bei den sowie­so schon sehr hei­ßen Tem­pe­ra­tu­ren, aber auch ein schö­nes Sym­bol: Feu­er und Flam­me für Gott“, so lie­ße sich die Kap­pe auch deuten.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner 

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