Bistum

„Die Liebe hört niemals auf“

Redaktion am 02.01.2024

Info Icon Foto: Wolfgang Plail
Kerzenlichttag: Für jedes verstorbene Kind wurde eine Gedenkkerze entzündet.

Der international begangene Kerzenlichttag richtet sich an Eltern und Geschwister, die um ein verstorbenes Kind trauern. Im Bistum Passau wurde dieser Tag mit einem Gottesdienst und einem Zusammensein in Passau und Burghausen begangen.

Dom­ka­pi­tu­lar Ger­hard Auer hat­te die bei­den Got­tes­diens­te unter das Mot­to Die Lie­be hört nie­mals auf“ (1 Kor 13,8) am 2. Advent in der Pas­sau­er St. Niko­la Kir­che und am 3. Advent in der Lieb­frau­en­kir­che in Burg­hau­sen gestellt. Im Got­tes­dienst wur­den die Namen der ver­stor­be­nen Kin­der ver­le­sen und von jeweils einem Ange­hö­ri­gen eine Ker­ze für das Kind ent­zün­det. In sei­ner Anspra­che ging Auer auf das bekann­te Motiv der Erschaf­fung Adams“ von Michel­an­ge­lo ein. Die Berüh­rung Got­tes schafft und erhält Leben – über den Tod hin­aus“, so der Dom­ka­pi­tu­lar. Er ver­wies auch auf die Ängs­te von Michel­an­ge­lo, die Nähe des Schöp­fers nicht mehr spü­ren zu kön­nen und erwähn­te sei­ne eige­ne hoff­nungs­vol­le Ant­wort: Gott hat uns nicht geschaf­fen, um uns zu ver­las­sen“. Die­se Zuver­sicht wünsch­te Dom­ka­pi­tu­lar Auer allen Mit­fei­ern­den, beson­ders zu Weih­nach­ten, wo sich in der Geburt Jesu Him­mel und Erde berühr­ten. Die Mess­fei­er wur­de in Pas­sau vom Hei­nin­ger Spon­ti-Chor und in Burg­hau­sen von der Fami­lie Kone Rai­schl ein­fühl­sam musi­ka­lisch umrahmt, was von den Mit­fei­ern­den mit dank­ba­rem Applaus bedacht wurde.

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Kerzenlichttag: In der Liebfrauenkirche Burghausen konzelebrierten (v.l.) Stadtpfarrer Erwin Jaindl, DK Gerhard Auer und Dekan Dr. Heribert Schauer.

Im Anschluss an den Gedenk­got­tes­dienst war für die Teil­neh­men­den Gele­gen­heit zum Aus­tausch bei Kaf­fee und Kuchen: in Pas­sau im Haus Spec­trum Kir­che, in Burg­hau­sen im Kir­chen­ca­fé ZULF Punkt“. 

Eini­ge nah­men zum ers­ten Mal an die­ser Ver­an­stal­tung teil, ande­re haben sie seit Jah­ren fest im Kalen­der ste­hen: Es tut gut, mit ande­ren zu reden, die das glei­che Schick­sal tei­len. Hier füh­len wir uns ver­stan­den.“ Die­se und ähn­li­che Wor­te hört man immer wie­der, wenn Ver­wais­te Eltern und Geschwis­ter“ zusam­men­kom­men. Pas­to­ral­re­fe­rent Wolf­gang Plail vom Refe­rat Hos­piz- und Trau­er­pas­to­ral lud zum Schluss alle Anwe­sen­den zu einem eige­nen Ein­kehr­tag am 4. Mai 2024 nach Eggen­fel­den ein: Eine Gele­gen­heit, die Ver­bun­den­heit unter­ein­an­der zu stär­ken und der Trau­er einen geschütz­ten Raum zu geben.

Text: Wolf­gang Plail / red

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