Bistum

Bunt beginnt der Ruhestand

Redaktion am 11.12.2023

2023 12 11 pb alb uhrmann pauli Foto: Wolfgang Krinninger
Seelsorgeamtsleiter Domdekan Dr. Hans Bauernfeind (l.), die scheidende Leiterin des Referats Ehe, Familie, Kinder Helene Uhrmann-Pauli, ihr Ehemann Ludwig (2.v.l.) und ihr Nachfolger im Referat, Otto Penn (r.).

Helene Uhrmann-Pauli hat die Familienpastoral im Bistum Passau über viele Jahre entscheidend mitgeprägt. Mit einem Wortgottesdienst und einer kleinen Feier ist sie nun in den Ruhestand verabschiedet worden.

Eigent­lich woll­te Hele­ne Uhr­mann-Pau­li ja Restau­ra­to­rin wer­den. Doch dann las sie in der Zei­tung einen Bericht über Mari­an­ne Milz, die ers­te Pas­to­ral­re­fe­ren­tin im Bis­tum Pas­sau, – und ein neu­er Traum­be­ruf setz­te sich in ihrem Kopf fest. Im stark von Män­nern domi­nier­ten Dienst in der Kir­che leg­te sie eine außer­ge­wöhn­li­che Kar­rie­re hin. Nach Sta­tio­nen in der Jugend­seel­sor­ge und in der Pfar­rei war sie über vie­le Jah­re Lei­te­rin des Refe­rats Ehe, Fami­lie, Kin­der sowie stell­ver­tre­ten­de Haupt­ab­tei­lungs­lei­te­rin. Dass sie dabei offen­sicht­lich vie­les rich­tig gemacht hat, beleg­ten die vie­len von Her­zen kom­men­den Wür­di­gun­gen bei ihrem Abschied vom Bischöf­li­chen Ordi­na­ri­at. Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter, Weg­ge­fähr­ten, Freun­de und Haupt­ab­tei­lungs­lei­ter Dom­de­kan Dr. Hans Bau­ern­feind umris­sen den Wer­de­gang Uhr­mann-Pau­lis und skiz­zier­ten ihre Erfol­ge. Zudem lie­ßen sie sie mit meh­re­ren wun­der­bar cho­reo­gra­phier­ten Num­mern des Zir­kus Pau­li­ni“ hochleben.

2023 12 11 pb alb uhrmann pauli2 Foto: Wolfgang Krinninger
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Referats Ehe, Familie, Kinder hatten zum Abschied ihrer scheidenden Leiterin, Helene Uhrmann-Pauli, eine Zirkusvorstellung einstudiert, bei der die Wertschätzung für die langjährige Chefin noch einmal zum Ausdruck kam.

Ein Geheim­nis ihres Erfolgs umriss ihr lang­jäh­ri­ger Weg­ge­fähr­te Josef Veit in Anleh­nung an den Bibel­text Eine Frau der Stär­ke, wer fin­det sie… (Spr 31): Weis­heit – eine neu­gie­ri­ge, stau­nen­de, geer­de­te, hei­te­re, bibli­sche Spi­ri­tua­li­tät. Ein hell­wa­ches hören­des Herz, das sich berüh­ren lässt von Got­tes Wort. Dar­aus schöpft sie Kraft und Energie.“

Nach­dem Chris­ti­ne Son­ner-Cle­mens gemein­sam mit Hele­ne Uhr­mann-Pau­li eini­ge Sta­tio­nen in deren Lebens­fluss reflek­tiert hat­te, ging Dom­de­kan Dr. Hans Bau­ern­feind in sei­ner Pre­digt aus­führ­lich auf ihr beruf­li­ches, mensch­li­ches und seel­sorg­li­ches Wir­ken ein. In ihren 35 Jah­ren Dienst in der Diö­ze­se Pas­sau habe sie alle Auf­ga­ben mit beein­dru­ckend per­sön­li­chem Enga­ge­ment, mit Herz und Sach­ver­stand“ ange­packt. Als selbst­be­wuss­te Pas­to­ral­re­fe­ren­tin mit kla­rem spi­ri­tu­el­len Tief­gang“ habe Hele­ne Uhr­mann-Pau­li Ver­ant­wor­tung wahr­ge­nom­men und sich nie weg­ge­duckt. In einer zuwen­den­den, sach­kom­pe­ten­ten, geist­li­chen und men­schen­freund­li­chen Wei­se habe sie ihren Dienst im Bis­tum Pas­sau geleis­tet. Dabei habe sie in ihren vie­len Arbeits­be­rei­chen immer wie­der auf blin­de Fle­cken hin­ge­wie­sen, sag­te Bau­ern­feind: Du hast auch mir die Augen geöff­net für Her­aus­for­de­run­gen, die ich erst im Gesprä­che mit dir wahr­neh­men konn­te oder schon sehr früh in den Blick zu neh­men ver­moch­te.“ Der Seel­sor­ge­amts­lei­ter wür­dig­te vor allem das Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ta­lent Uhr­mann-Pau­lis. Sie habe gespürt, was ansteht und was not­wen­dig ist und dar­auf abge­stimmt stra­te­gi­sche Zie­le dar­ge­stellt und ihre Mit­strei­ter zum gemein­sa­men Han­deln ermun­tert. Mit dir zu reden, war erhel­lend, sach­lich umfas­send, ermu­ti­gend, weg­wei­send und ver­bind­lich“, so Bau­ern­feind. Geist­li­che Tie­fe habe sich bei der lang­jäh­ri­gen Refe­rats­lei­te­rin mit der Gabe ver­bun­den, sys­te­misch die Struk­tu­ren des Mit­ein­an­ders zu durch­schau­en. Dabei sei ein Grund­prin­zip für sie gewe­sen, Gott im Ande­ren zu begeg­nen“. Jesus Chris­tus sei für sie Ver­trau­ens­per­son gewe­sen. Mit ihm ver­bin­de sie einen Mehr­wert an Lie­be und Aner­ken­nung. In die­ser Lie­be sehe sie auch die Garan­tie für die Zukunft der Kir­che. Bau­ern­feinds Fazit: Hele­ne Uhr­mann-Pau­li habe als Seel­sor­ge­rin segens­reich gewirkt, aber auch ein Bezie­hungs­netz geschaf­fen, das wei­ter­wir­ken wer­de: im Bis­tum, auf Bay­ern- und Bundesebene. 

Musi­ka­lisch pas­send gestal­tet wur­de der Wort­got­tes­dienst von Josef Veit, Robert Guder und Karin Rothofer. 

Sicht­lich bewegt beton­te Hele­ne Uhr­mann-Pau­li in ihrem Schluss­wort, dass sie es als Gna­de erle­be, dass es in ihrem Wir­kungs­be­reich mit Otto Penn als Nach­fol­ger gut wei­ter­ge­hen wer­de. Das Refe­rat Ehe, Fami­lie, Kin­der sei eine Mar­ke, die geschätzt werde. 

Von ihrem Ruhe­stand hat sie schon eine genaue Vor­stel­lung, wobei sie als Hüh­ner­ex­per­tin augen­zwin­kernd einen Bezug zum gelieb­ten Feder­vieh her­stell­te: Nix pro­du­zie­ren und immer schö­ner wer­den.“ Ganz am Ende stand ein gro­ßes Dan­ke­schön. Ich bin glück­lich dar­über, dass ich gemein­sam mit mei­nem Mann Lud­wig die­sen Tag erle­ben darf.“ Mit Blick auf ihr Team zeig­te sie sich über­zeugt, dass die Ver­bun­den­heit und die Ver­traut­heit, die in der Zusam­men­ar­beit ent­stan­den sei, blei­be. Da erfüllt sich das Wort der Dienst­ge­mein­schaft. I mag euch und ich denk immer im Guten an euch. Vergelt‘s Gott.“

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Wolfgang Krinninger

Chefredakteur

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