Wallfahrt

Solidarisch und lebendig

Redaktion am 18.03.2024

2024 03 18 pb alb bauernwallfahrt2 Foto: Roswitha Dorfner
Sehr lebendig ist die traditionelle Bauernwallfahrt nach Altötting.

Am 17. März fand die 16. Bauernwallfahrt nach Altötting statt – mit einem Gottesdienst in der Basilika und einer Tier- und Heilkräutersegnung.

Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Georg Grei­mel, der heu­er pre­dig­te, warn­te davor, dass es immer weni­ger Bau­ern gibt, die das Land bewirt­schaf­ten: Betrie­be gehen zurück, auch die Zah­len der Tie­re. Die Wett­be­werbs­fä­hig­keit ist über­re­gio­nal, von Euro­pa beein­flusst. Wir hof­fen und beten, dass die guten Bau­ern, die wesent­lich zur Bewah­rung der Schöp­fung bei­tra­gen, trotz der vie­len Ver­än­de­run­gen – u.a. auch in staat­li­chen und euro­päi­schen Vor­schrif­ten – zukünf­tig bestehen blei­ben.“ Das Johan­nes­evan­ge­li­um (Joh 12,2033) spre­che deut­li­che Wor­te: Das Wei­zen­korn, das im Gleich­nis für Jesus steht, muss ster­ben, um vie­le Früch­te zu brin­gen“, erklär­te Bru­der Georg. Mit Jesu Tod am Kreuz ist der Weg zum Ziel voll­bracht – bis zur Ver­herr­li­chung am Oster­mor­gen.“ Der Kapu­zi­ner­pa­ter erin­ner­te an das dies­jäh­ri­ge Wall­fahrts­mot­to aus dem Johan­nes-Evan­ge­li­um, Kapi­tel 14, wenn Jesus sagt: Ich bin der Weg. Nie­mand kommt zum Vater außer durch mich“. Für uns bedeu­te das: Wer sich mit Jesus ver­bin­det und eins wird, indem er dem Wil­len Got­tes ent­spricht, der wird zugleich an sei­ner gött­li­chen Herr­lich­keit Anteil haben.“

Bauernwallfahrt – Impressionen

Am Ende des Got­tes­diens­tes, bevor die Teil­neh­mer in einer Pro­zes­si­on zum Kapell­platz zogen, wo eine Sta­tio vor der Kapel­le statt­fand, dank­te der Vor­sit­zen­de der Arbeits­ge­mein­schaft bäu­er­li­che Land­wirt­schaft e.V. Bay­ern (AbL), Josef Schmid der Geist­lich­keit, der wun­der­ba­ren musi­ka­li­schen Gestal­tung und natür­lich den vie­len Bau­ern und Land­wir­ten, die gekom­men waren, um nach auf­re­gen­den ver­gan­ge­nen Wochen mit vie­len Demons­tra­tio­nen zu Ein­kehr und Besin­nung im christ­li­chen Glau­ben zu fin­den. Beson­de­rer Dank galt den Fami­li­en Hoch­rei­ter und Lands­ber­ger, die ihre Kälb­chen, Bril­len- und Berg­scha­fe zur Wall­fahrt mit­ge­bracht hat­ten – nur einer fehl­te die­ses Jahr: der mäch­ti­ge Och­se Las­se; er hat­te offen­sicht­lich das ruhi­ge­re Dasein auf dem Blüml­hof – der für soli­da­ri­sche Land­wirt­schaft steht“, wie auf einem Holz­ta­ferl zu lesen war – dem Tru­bel auf dem Kapell­platz vorgezogen.

Der Ablauf der 16. Bau­ern­wall­fahrt mit Got­tes­dienst in der St. Anna-Basi­li­ka und Seg­nung der Heil­kräu­ter und Tie­re am Kapell­platz war wie gehabt: Orga­ni­siert und ein­ge­la­den hat­te die Arbeits­ge­mein­schaft bäu­er­li­che Land­wirt­schaft e.V. Bay­ern (AbL) mit des­sen Vor­sit­zen­den Josef Schmid und AbL-Vor­sit­zen­der für die Regio­nal­grup­pe Chiem­gau, Rita Huber. Dem fei­er­li­chen Got­tes­dienst stan­den als Haupt­ze­le­brant Land­volk­seel­sor­ger Micha­el Vogt und als Pre­di­ger Kapu­zi­ner­pa­ter Bru­der Georg Grei­mel vor. Für die musi­ka­li­sche Gestal­tung sorg­ten in bewähr­ter Wei­se die Trucht­lin­ger Alp­horn­blä­ser, der Sing­kreis Asten und die Blas­mu­sik der Bau­ern­wall­fahrt. Als dies­jäh­ri­ge Nach­mit­tags­ver­an­stal­tung stand der Vor­trag von Her­mann Penn­wie­ser (Bio­land­wirt und Boden­for­scher) Du bist, was du isst! Natür­li­che Boden­frucht­bar­keit als Grund­la­ge kör­per­li­cher und geis­ti­ger Gesund­heit“ auf der Agen­da. Ent­stan­den war die Bau­ern­wall­fahrt aus Dank an die Gna­den­mut­ter, dass seit dem Jahr 2009 die Blau­zun­gen­krank­heit beim Wei­de­vieh nicht mehr auf­ge­tre­ten ist – davon berich­tet im Umgang der Gna­den­ka­pel­le eine gestif­te­te Votivtafel.

Text und Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

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