Wallfahrt

Maria zieht um

Redaktion am 08.03.2022

Info Icon Foto: Roswitha Dorfner
Das Gnadenbild von Altötting.

Nach der traditionellen Verehrung am Aschermittwoch ist das Altöttinger Gnadenbild ins Stiftskirchen-„Asyl” gebracht worden.

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Der Altöttinger Wallfahrtsrektor Prälat Klaus Metzl bei der Übertragung des Gnadenbildes.

Dass das Gna­den­bild Unse­rer Lie­ben Frau am Ascher­mitt­woch die Gna­den­ka­pel­le ver­lässt, ist eine gute Tra­di­ti­on: zur Ver­eh­rung wird sie dann in ein grö­ße­res Kir­chen­ge­bäu­de über­tra­gen – heu­er in die Basi­li­ka St. Anna. Dort nutz­ten zahl­rei­che Gläu­bi­ge die Gele­gen­heit, der Mut­ter­got­tes beson­ders nahe zu sein und Andachts­ge­gen­stän­de am Fas­ten­röckl berüh­ren zu las­sen. Gewöhn­lich ist das Gna­den­bild anschlie­ßend ​„nach Hau­se“ zurück­ge­kehrt. In die­sem Jahr jedoch nicht: Denn wie berich­tet führ­te der Rück­weg ange­sichts der umfang­rei­chen Sanie­rung der Gna­den­ka­pel­le zur Stift­s­pfarr­kir­che St. Phil­ip­pus und Jako­bus, wo Admi­nis­tra­tor Dr. Klaus Metzl die Schwar­ze Madon­na ins ​„Asyl“ bis Mit­te Okto­ber brachte.

Beim zwei­ten Got­tes­dienst um 14 Uhr hat­te Bru­der Gabri­el Hüger Sam. FLUHM den Auf­ruf von Papst Fran­zis­kus zitiert: ​„Die Frie­dens­kö­ni­gin möge die Welt vor dem Wahn­sinn des Krie­ges schüt­zen!“ Zudem ver­wies Bru­der Gabri­el auf die Ein­la­dung Jesu aus dem Evan­ge­li­um, eine Ein­la­dung auf die drei Grund­hal­tun­gen des Her­zens, die unse­re Umkehr zum Aus­druck brin­gen: Das Fas­ten als tie­fe Hal­tung der Demut; das Gebet als schö­ne Hal­tung der Hoff­nung; das Almo­sen­ge­ben für die Armen und Bedürf­ti­gen als krö­nen­de Hal­tung der Liebe.

Bei allen Got­tes­diens­ten und wäh­rend der Gna­den­bild­ver­eh­rung wur­de das Aschen­kreuz gespen­det. Gele­gen­heit zur Ver­eh­rung der Mut­ter­got­tes haben die Gläu­bi­gen nun am eigens geschaf­fe­nen Schrein neben dem Volks­al­tar der Stift­s­pfarr­kir­che. Auch dort kön­nen sie dem Gna­den­bild näher als sonst sein.

Text: Ros­wi­tha Dorf­ner / Wolf­gang Ter­hörst, Fotos: Ros­wi­tha Dorfner

Impressionen

Pro­zes­si­on, Got­tes­dienst, Asche­kreuz und Gna­den­bild-Ver­eh­rung: Dia­kon Jan Kolars berührt den Andachts­ge­gen­stand einer Gläu­bi­gen am Gna­den­röckl (5. Bild). Admi­nis­tra­tor Dr. Klaus Metzl spen­de­te den Schluss­se­gen (vor­letz­tes Bild) und bringt die Mut­ter­got­tes in ihr vor­über­ge­hen­des Zuhau­se (letz­tes Bild).

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