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Bistum

Die Erde als Paradies erhalten

Redaktion am 19.04.2022

2022 04 19 pb alb klimafasten Foto: Theresia Wildfeuer
Fairness und Frieden: Die ökumenische Andacht zum Abschluss der Aktion Kimafasten endete am Waldrand mit Fürbitten und Segen.

Ökumenische Andacht zum Abschluss der Aktion Klimafasten im Naturfriedhof Tannöd: „Rühre die Herzen derer an, die nur Gewinn suchen auf Kosten der Armen und der Erde, die ihre Macht missbrauchen, um zu zerstören und zu vernichten.“

Para­die­se schaf­fen und erhal­ten. Dazu hat die öku­me­ni­sche Andacht zum Abschluss der Kli­ma­fas­ten­ak­ti­on Des braucht‘s wirk­lich!“ ange­regt. Sie fand unter dem pas­sen­den Titel Das Para­dies – näher als du denkst!“ im para­die­si­schen Ambi­en­te des Natur­fried­hofs Tannöd in der Gemein­de Büch­lberg statt. Ein­ge­la­den dazu hat­ten die evan­ge­li­sche und katho­li­sche Kir­che, die Land­krei­se Pas­sau und Frey­ung-Gra­fen­au, die Stadt Pas­sau, Frau­en­bund und Ver­brau­cher­ser­vice. Rund 30 Besu­che­rin­nen und Besu­cher fei­er­ten mit.

Des braucht‘s wirk­lich“ sag­te die evan­ge­li­sche Pfar­re­rin Son­ja Sib­bor-Heiß­mann im Blick auf die Infor­ma­tio­nen, Tipps und Ver­an­stal­tun­gen rund ums Kli­ma­fas­ten. Sie sei­en Gegen­kon­zep­te zu Krieg und Res­sour­cen­ver­brauch. Was gut ist für die Men­schen, ist auch gut für die Erde und umge­kehrt“, zitier­te der Geschäfts­füh­rer des Diö­ze­san­ra­tes, Peter Ober­leit­ner, die Autoren Chris­tia­na Figue­res und Tom Rivett-Car­nac. Es gel­te, ver­ant­wort­lich zu sein für das Land und für ein­an­der. Es gel­te, die Erde als Para­dies zu erken­nen, zu ent­de­cken und zu bewahren.

In einem ers­ten Impuls an der Kapel­le des Natur­fried­hofs zeig­te Son­ja Sib­bor-Heiß­mann auf, dass den vie­len dra­ma­ti­schen Wor­ten über den Zustand der Erde kaum Taten fol­gen. Para­di­sing“ sei ein Ver­such, anders dar­über zu spre­chen, mit Bil­dern und Ideen vom Para­dies tie­fer zu beschrei­ben, was es zu bewah­ren gilt. Para­dies­bil­der zeig­ten die Men­schen nicht iso­liert, son­dern inmit­ten allen Lebens, aller Lebe­we­sen. Sarah Köh­ler und Con­stan­tin Gröhn nann­ten dies Para­di­sing, Sehn­sucht nach der Gemein­schaft des Lebens. Es bedeu­te so viel wie auf das Para­dies hin­ar­bei­ten“. Die Hack­lber­ger Blä­ser unter Regie von Micha­el Beck stimm­ten das Lied Lau­da­to si“ an. Peter Ober­leit­ner lud ein, durch das Para­dies des Natur­fried­hofs zu wandern.

Was gut ist für die Men­schen, ist auch gut für die Erde und umgekehrt.”

Christiana Figueres und Tom Rivett-Carnac

Es gehört zum Para­di­sing, vor­han­de­ne Para­die­se zu schüt­zen“, sag­te Sib­bor-Heiß­mann an der nächs­ten Sta­ti­on am Wein­berg. Es gehe auch um das Bear­bei­ten und Bewah­ren. Es brau­che den ent­schie­de­nen Ein­satz für das, was bewah­rens­wert ist. Para­die­se müss­ten auch geschaf­fen wer­den, aus den Wüs­ten der Mono­kul­tur, Boden­ver­sie­ge­lung und CO2-Belas­tung aus­zu­tre­ten. Die Pfar­re­rin riet, die Erde bewusst zu spü­ren, in die Hand zu neh­men, sich des Lebens, das in einer Hand­voll Erde steckt, bewusst zu wer­den. Para­di­sing wol­le vor allem zum Schüt­zen, Schaf­fen, Ent­de­cken und Ent­ste­hen las­sen ermun­tern. Es gebe meh­re­re Wege zum Gar­ten Eden und es stell­ten sich auch die Fra­gen nach der Mög­lich­keit eines Neuanfangs. 

Jeder Teil die­ser Erde“, san­gen die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer, die auch den traum­haf­ten Aus­blick auf Thyr­nau, Büch­lberg und die Früh­lings­land­schaft genos­sen, ehe sie zurück zum Wald­rand wan­der­ten. Füh­re uns in Fair-suchung“, bete­te Ober­leit­ner, der die Für­bit­ten vor­trug. Er erin­ner­te an den ver­ant­wor­tungs­vol­len Auf­trag der Men­schen, die Pracht und Ein­zig­ar­tig­keit der Erde, die Schöp­fung zu retten.

Über­flu­te die Welt mit Frie­den“, bete­te die Pfar­re­rin. Sie bat zudem, um heil­sa­me Ein­sicht in den Köp­fen und Her­zen, dass die Men­schen Beschüt­zer der Welt sind und nicht Räu­ber. Rüh­re die Her­zen derer an, die nur Gewinn suchen auf Kos­ten der Armen und der Erde, die ihre Macht miss­brau­chen, um zu zer­stö­ren und zu ver­nich­ten. Leh­re den Wert allen Lebens zu ende­cken“, bete­ten die Besucher.

Stell­ver­tre­ten­de Land­rä­tin Cor­ne­lia Was­ner-Som­mer dank­te für die wun­der­ba­re Andacht in dem herr­li­chen Ambi­en­te des Natur­fried­hofs. Sie wür­dig­te den Kli­ma­schutz­be­auf­trag­ten des Land­krei­ses Pas­sau, Peter Ranz­in­ger, der die Fas­ten­ak­ti­on orga­ni­sier­te und initi­ier­te. In der ganz­heit­li­chen Sicht spie­le gera­de das Ver­hal­ten des Ein­zel­nen eine Rol­le. Jede und jeder kön­ne ganz kon­kret etwas tun, um das Kli­ma zu schüt­zen, die Schöp­fung zu ach­ten. Fas­ten heis­se, bewusst zu ver­zich­ten, um letzt­lich mehr zu errei­chen. Fas­ten und Kli­ma­schutz pass­ten somit zueinander. 

Text und Foto: The­re­sia Wildfeuer

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