Das ganze Leben des Menschen soll in der kirchlichen Presse zur Sprache kommen, hat Papst Paul VI. einmal formuliert. Das Passauer Bistumsblatt fühlt sich diesem hohen Anspruch verpflichtet. Es geht uns als Kirche von Passau mit dieser Zeitung darum, den Menschen Freude zu bereiten, ihnen Heimat zu geben, christliche Werthaltungen darzustellen, das Zusammenleben zu erleichtern, Perspektiven zu öffnen, Hilfestellungen auch für schwierige Lebenslagen zu geben, und vor allem auch die Schönheit und Tiefe unseres Glaubens an Christus zu vermitteln. Wichtig ist den Blattmachern dabei auch, die katholische Kirche in ihrer ganzen Vielfalt darzustellen und allen Gruppierungen und Verbänden ein Forum zu bieten.
Die Welt ist schnelllebiger, unübersichtlicher, komplexer geworden. Und sie scheint immer weiter auseinander zu driften. Da sind kirchliche Medienmacher mehr denn je gefragt. Sie müssen hinterfragen, aufklären, informieren – und zusammenführen. Die große Glaubwürdigkeit, die das Bistumsblatt bei seinen Leserinnen und Lesern genießt, ist dabei ein wichtiges Pfund, mit dem wir wuchern können.
„Wie vielgestalting und spannend katholisch-sein ist”
In den 90 Jahren seines Bestehens hat das Passauer Bistumsblatt viele Transformationsprozesse bewältigt, sich immer wieder erneuert. Die letzte große Veränderung ging mit der Fusion mit dem Altöttinger Liebfrauenboten einher. Dabei haben wir versucht, das Beste aus beiden Welten in der neuen Zeitung zu vereinen.
Sicher war nicht immer alles in derselben Weise erfolgreich, was angepackt wurde, aber die Leserinnen und Leser spiegeln uns doch sehr häufig, dass ihnen die Zeitung ans Herz gewachsen ist, dass sie darauf warten und dass sie sich dann gerne jede Woche eine Leseauszeit mit dem Bistumsblatt gönnen. Das freut uns alle sehr und motiviert vor allem die Blattmacher für ihre Arbeit. So hoffen wir, auch gegenwärtige und künftige Herausforderungen zu meistern.
Ob auf digitalen Kanälen oder mit der gedruckten Zeitung: Wir möchten unseren Leserinnen und Lesern deutlich machen, was Kirche alles leistet und wie vielgestaltig und spannend katholisch-sein ist. Und so kann und soll es auch in Zukunft ein vielversprechender Weg sein, um kirchliches Leben darzustellen und Glauben zu stärken. Dem Chefredakteur Wolfgang Krinninger und allen, die in Redaktion und Verwaltung, in Technik und Vertrieb dazu beitragen, dass das Blatt zu den Menschen kommt und dort auch inhaltlich ankommt, danke ich von ganzem Herzen und wünsche Gottes reichen Segen.
Dr.
Stefan
Oster
SDB
Bischof

