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Firmung mit 16: Fragen und Antworten
Firmung mit 16: Fragen und Antworten
Firmung mit 16: Fragen und Antworten

Seelsorgeamtsleiter Dr. Hans Bauernfeind gibt in persönlichem Schreiben genaue Auskunft

Passau. Die Heraufsetzung des Firmalters auf 16 Jahre hat zu lebhaften Diskussionen geführt. In einem Brief hat jetzt Seelsorgeamtsleiter Msgr. Dr. Hans Bauernfeind Antworten auf Fragen gegeben, die auf den Nägeln brennen. 
 
Liebe Mitbrüder im priesterlichen und diakonalen Amt, sehr geehrte Damen und Herren im pastoralen und ehrenamtlichen Dienst, sehr geehrte Vorsitzende der Pfarrgemeinderäte. Seit einiger Zeit ist das Firmalter mit 16 Jahren in aller Munde. Es werden Chancen gesehen, aber auch Sorgen geäußert. Unser Bischof Dr. Stefan Oster SDB hat zwischenzeitlich einen Runden Tisch „Firmung 16“ ins Leben gerufen. 
Gegenwärtig sichtet und diskutiert diese Gruppe verschiedene Modelle der Firmvorbereitung, wie sie mit älteren Jugendlichen durchgeführt werden, und erstellt im Laufe des Jahres ein Rahmenkonzept, das die Firmpastoral vor Ort unterstützen und bereichern soll. So können schon jetzt einige Fragen beantwortet werden:
 
Werden Ehrenamtliche, die bisher in die Firmvorbereitung eingebunden waren, noch gebraucht?
Selbstverständlich! Gerade die Hinführung auf die Firmung mit 16 Jahren lebt vom lebendigen Zeugnis aller Getauften. Ziel ist es, künftig auch gefirmte Jugendliche als Helfer zu gewinnen. Das Ehrenamt war und bleibt unersetzlich.
 
Zur Firmung mit 16 Jahren kommt doch niemand mehr. Oder?
Die Erfahrung in den Gemeinden, in denen die Firmung mit 16 Jahren gefeiert wird, eröffnet uns eine optimistischere Sicht. Freilich wird es unabdingbar sein, die jungen Christen bereits ab der Erstkommunion kontinuierlich zu begleiten und somit die menschliche und geistliche Entwicklung nachhaltig zu fördern.
 
Werden Jugendliche, die sich in Ausbildung befinden, mit der Firmung im 16. Lebensjahr nicht automatisch ausgegrenzt?
Nein, weil auf die Lebensrealität und Zeitrhythmen dieser Jugendlichen gezielt eingegangen wird und die Treffen entsprechend anberaumt werden.
 
Ab wann kann die Firmung empfangen werden?
Wenn die Jugendlichen im jeweiligen Kalenderjahr mindestens das 16. Lebensjahr vollenden. 
 
Kann ein Jugendlicher, der mit 16 Jahren nicht gefirmt werden will, sich auch später noch dafür entscheiden?
Die Firmung ist auch im Erwachsenenalter jederzeit möglich.
 
Was soll in der Zwischenzeit passieren, bis die Jugendlichen zur Firmung kommen?
Es empfiehlt sich, mit den jungen Christen bereits ab der Erstkommunion in Kontakt zu bleiben und verschiedene pastorale Zugänge wie die Jugendarbeit, den Religionsunterricht oder die Familienpastoral zu nutzen. Der Runde Tisch wird in den nächsten Monaten verschiedene Modelle und Best-practice-Beispiele sammeln und dazu zur Verfügung stellen.  
Zusammen mit den Mitgliedern des Runden Tisches hoffe ich, dass wir die drängendsten Fragen zur Firmung ab 16 Jahren beantworten konnten und freue mich auf eine gute Zusammenarbeit mit Ihnen allen für die Zukunft. Ich glaube fest, dass uns der Heilige Geist die richtigen Wege weisen wird.
 
Mit herzlichem Gruß – im Namen aller Mitglieder des Runden Tisches  
Hans Bauernfeind, 
Seelsorgeamtsleiter
 
 
Wer sitzt am Runden Tisch „Firmung 16“?
 
• Teresa Aigner, Pastoralassistentin
• Ingrid Aldozo-Entholzner, Leiterin der Gemeindecaritas und Grundsatzfragen
• Domdekan Msgr. Dr. Hans Bauernfeind, Seelsorgeamtsleiter 
• Domvikar Wolfgang de Jong, Jugendpfarrer
• Gerhard Eckmüller, Referent für Sakramentenpastoral
• Ordinariatsrat Dr. Hans-Peter Eggerl, Hauptabteilungsleiter Schulen und Hochschule
• Laura Egginger, Ehrenamtliche Mitarbeiterin in der Firmpastoral
• Robert Guder, Büroleiter im Seelsorgeamt
• Studiendirektor i. K. Bernhard Haberl, Religionslehrer
• Markus Hofbauer, Diakon
• Prof. Dr. Hans Mendl, Lehrstuhl für Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts
• Otto Penn, Jugendseelsorger
• Ingrid Wagner, Referentin für Neuevangelisierung und Berufungspastoral
• Eva Watzinger, Gemeindereferentin
• Michael Witti, Pfarrer • Stefan Zauner, Diakon
 
 
Foto: Werner Friedenberger
 


Autor: Dr. Hans Bauernfeind
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