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Spectrum Kirche mit neuem Fokus
Spectrum Kirche mit neuem Fokus
Spectrum Kirche mit neuem Fokus

Passau. „Porta patet, cor magis“ – „die Tür steht offen, mehr noch das Herz“ – mit diesem Leitspruch empfängt das Bildungs- und Exerzitienhaus Spectrum Kirche auf Mariahilf seine Gäste. Ein hoher Anspruch. Um diesem auch künftig gerecht zu werden und im harten Wettbewerb der Bildungshäuser bestehen zu können, ließ sich das Haus von mehreren Experten unter die Lupe nehmen.
Ziel des fünfzehnmonatigen Innovationsprozesses war es, die Wirklichkeit zu analysieren, Stärken und Schwächen aufzudecken, Routinen kritisch zu durchleuchten und daraus die Konsequenzen zu ziehen. Begleitet wurde der Prozess von Dr. Georg Plank von der Grazer Firma „Pastoralinnovation“. Ihm zur Seite standen das Leitungsteam des Hauses mit Direktor Dr. Bernhard Kirchgessner, Geschäftsführer Daniel Behringer und dessen Stellvertreterin Luise Hirschenauer sowie als externe Berater die Rechtsanwältin und Mitarbeiterin im Personalreferat des Bischöflichen Ordinariats Elisabeth Mauritz, Josef Wagner, ehemaliger Leiter der Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle, und Dr. Roland Feucht, der Direktor des Maristen-Gymnasiums Fürstenzell. Er war es auch, der die Ergebnisse für die Gäste zum Abschluss des Prozesses präsentierte.
Feucht machte deutlich, dass vieles bereits geschehen oder in der Umsetzung begriffen sei. Er nannte u.a. die Barrierefreiheit auch im Garten, die optimale technische Ausstattung, die freundliche Ausstrahlung oder das Bemühen um eine regional-saisonale Küche. Besondes hob Feucht das Personal hervor. Alle im Haus würden sich als Gemeinschaft verstehen und auch in arbeitsintensiven Phasen und unter Stress den Teamgeist hochhalten. Einer sei für den anderen da. Doch in dem Zusammenhang machte er auch deutlich, dass seiner Ansicht nach das Haus personell unterbesetzt sei. Um den wachsenden Anforderungen der Gäste gerecht zu werden und die Vermarktung professionell gestalten zu können, wären weitere „flexible halbe Stellen eine große Hilfe“. Um die Auslastung zu verbessern, sollte man versuchen, außerkirchliche Kooperationspartner für die Angebote des Hauses zu begeistern. Das Haus könne aber auch im Rahmen der pastoral-strukturellen Erneuerung eine wichtige Rolle einnehmen. Denn Spectrum Kirche könne die in den Leitlinien geforderten „Räume des Erprobens und Möglichkeiten pastoraler Initiativen“ über die Pfarreigrenzen hinaus bereitstellen. Auch bei der Vertiefung des religiösen Basiswissens stehe das Haus in der Pflicht. Ein Schritt in diese Richtung als Evangelisationszentrum ist die neu ins Programm aufgenommene „Einführung in das Christentum“. Dabei soll innerhalb von zwei Jahren an insgesamt 22 Abenden zentralen Fragen des Glaubens mit renommierten Referenten nachgegangen werden. Weitere Bereicherungen dürften das Symposium „Evangelisierung“ im nächsten Jahr sowie die „Lichtgestalten der Philosophiegeschichte“, ein Choralworkshop oder die Oasentage werden. „Das Haus Spectrum Kirche soll und wird verstärkt ein Erprobungs- und Erfahrungsraum für religiöse, spirituelle und weltanschauliche Fragen und Orientierungen sein“, fasste Dr. Feucht zusammen. „Ein Haus, welches intensiv und sensibel von der Perspektive der Menschen aus, die hierherkommen, entwickelt wird und das auf deren Suchen und Fragen Antworten und Orientierung geben möchte. 
Zuvor hatte Dr. Georg Plank verdeutlicht, dass für ihn der Wille zur Erneuerung und zum Aufbruch deutlich spürbar war. Er wünsche sich, dass Spectrum Kirche immer ein Ort sei, „wo Menschen echte Freunde finden und wo tatsächlich Gott wohnt“.
Bei einem „Tag der offenen Tür“ konnten sich die Besucher selbst ein Bild von der Vielfalt der Angebote machen. Abends rundete die Vernissage der Ausstellung mit Holzskulpturen von Andreas Kuhnlein im Garten und Bilder des Künstlers Hajo Blach den schönen Tag ab. Die Gitarristin Yvonne Zehner hatte die Präsentation des Innovationsprozesses wundervoll umrahmt.



Autor: Wolfgang Krinninger
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