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Maria kommt ins Haus
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Witzmannsberger tragen Schutzmantelmadonna von Böhmen 170 Kilometer nach Bayern

32,5 Kilogramm bringt eine Schutzmantelmadonna aus dem Atelier von Bertram Würfl (Neukirchen vorm Wald) auf die Waage. Die Bronzeskulptur des Bildhauers geht einen ungewöhnlichen Weg: Zunächst wird sie mit dem Auto ins böhmische Marienheiligtum Pˇribram gefahren – und dann in der Zeit vom 4. bis 7. Mai rund 170 Kilometer zu Fuß zur BründlKapelle in der Gemeinde Witzmannsberg bei Tittling getragen. Und wenn sie da ist, geht sie gleich wieder auf Reisen...

Die Landschaft, in der die Bründl-Kapelle zu finden ist, gehört zu jenen Fleckchen Erde, bei denen sich unser Herrgott besonders angestrengt zu haben scheint. Pilger, die auf der Via Nova gehen, und Wanderer nutzen diesen Platz als Tankstelle für Leib und Seele. Doch beim jährlichen Bittgang am Montag vor Christi Himmelfahrt sind es immer weniger Mitgeher geworden. 
Karlheinz Fischböck, Mitglied der Kirchenverwaltung Tittling, machte sich Gedanken, wie dieser Ort wieder mehr die Herzen der Einheimischen berühren könnte. Seine Idee: „In die kleinere Kapelle, die über einer sprudelnden Quelle gebaut wurde und gleich neben der Bründl-Kapelle liegt, gehört eine Schutzmantelmadonna rein!“ Von Anfang an haben diese Idee viele mitgetragen und für das Kunstwerk gespendet. Witzmannsberger sprechen mittlerweile von „unserer Madonna“. Da ist etwas gewachsen. Karlheinz Fischböck gebraucht hier gerne das biblische Bild vom Senfkorn...
Künstler Bertram Würfl hat diese Stimmung aufgenommen, Menschen und Tiere unter den Mantel Mariens gestellt. Auch bekannte Gesichter sind darunter: Sokrates, Albert Einstein, Bischof Stefan Oster und der frühere Tittlinger Pfarrer Rudolf Kallmaier. 
Vom Gesicht der Madonna geht viel Gnade aus. „Ich wollte“, so erzählt der Bildhauer, „dass unter diesem Mantel alles Leben behütet wird – auch Sucher und Zweifler.“ Der Betrachter findet unter den Charakteren gewissermaßen das Lebensthema von Papst Benedikt XVI: Glaube und Vernunft. Die Madonna schwebt etwas über dem Boden. Bertram Würfl will damit ausdrücken: „Wer sich Maria anvertraut, ist frei von Erdenschwere, der Rucksack wird leichter.“
Rund 170 Kilometer – diese Strecke gilt es zurückzulegen, wenn es vom Böhmischen ins Bayerische geht. Am Montag, 7. Mai, kehrt die Madonna heim. Ausgetüftelt hat die Pilgerstrecke Thomas Weber. Mitgeher sind eingeladen: 6.00 Uhr Abmarsch in Mauth, 12 Uhr Ringelai, 14 Uhr Perlesreut, 16 Uhr Ankunft im Kindergarten Rappenhof. 18 Uhr Aufstellung bei der Enzersdorfer Kirche, dann Kirchenzug mit der Jugendblaskapelle Tittling zur Bründl-Kapelle, 19 Uhr Bittgottesdienst unter freiem Himmel mit Segnung der neuen Schutzmantelmadonna durch Dompropst Dr. Michael Bär.
Weitere Auskünfte: Karlheinz Fischböck, Telefon 0171/8671174.
Gleich nach der Segnung geht die Madonna ein Jahr lang auf Reisen. Sie bekommt bei all jenen Personen für ein paar Tage Quartier, die für die Bronzeskulptur gespendet haben. In der quasi „Marienlosen“ Zeit dient in der Kapelle ein Betonguss aus dem Atelier des Künstlers als Platzhalter. Durch den Besuch Mariens hofft Karlheinz Fischböck, „dass in den Familien der Glaubensakku wieder aufgeladen wird“.
 
Foto: Werner Friedenberger
 


Autor: Werner Friedenberger
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