VERLAG PASSAUER BISTUMSBLATT    DOMPLATZ 7    94032 PASSAU    TELEFON: 0851.3931323 
    Ihr Standpunkt: Startseite | Zeitung | Einzelansicht
Gemeinsam Kirche neu beleben
Gemeinsam Kirche neu beleben
Gemeinsam Kirche neu beleben

Führungsmannschaft des Bistums diskutiert in Windischeschenbach über Erneuerungsprozess 

Windischeschenbach/Passau. Menschen für den Glauben begeistern, Strukturen schaffen, die eine lebendige Kirche möglich machen – das waren bei der Konferenz der Dekane, des Domkapitels und des Ordinariatsrates (vom 4. bis 8. Februar) im Haus Johannisthal bei Windisch-
eschenbach zentrale Anliegen. „Wir kommen weiter“, betonte Bischof Dr. Stefan Oster im Anschluss an die Konferenz und lobte besonders die intensive, offene Gesprächsatmosphäre. 
Ein wichtiges Thema bei der praktischen Umsetzung der pastoral-strukturellen Erneuerung sind die regionalen Verwalterbüros an 18 zentralen Orten im Bistum, die in den kommenden Jahren eingerichtet werden sollen. Davon verspricht man sich eine Professionalisierung der Verwaltung, die vor allem bedingt durch immer kompliziertere Rechtsvorschriften notwendig ist. „Die Herausforderungen werden hier immer mehr und immer größer“, sagt Bischof Oster. Er hofft, dass durch eine Entlastung der Pfarreien auf diesem Gebiet eine Stärkung der Seelsorge einher geht. Die Pfarreien seien dabei freilich auch herausgefordert, stärker als bisher zusammenzuarbeiten. 
Veronika Emmer und Lothar Wimberger von der Gemeindeberatung stellten in der Konferenz ein Konzept für einen „Werkstattabend“ für Pfarrgemeinderäte vor. Es soll eine Veranstaltung sein, bei der sich diese mit den Texten „Mission und Auftrag“ und den dazugehörigen Leitlinien“ beschäftigen sollen, die unter dem Motto „Unser Bistum: Glaube lebt – Gemeinsam neu Kirche sein“ veröffentlicht wurden. Probeweise wurde dieser „Werkstattabend“ bei der gemeinsamen Sitzung der wichtigsten Organe des Bistums durchgeführt.
Nach dem „Probelauf“ der Konferenzteilnehmer war das Votum sehr positiv und es gab natürlich einige Rückmeldungen, die in das Konzept so weit als möglich eingearbeitet werden sollen. Als nächster Schritt sollen nun Moderatoren geschult werden, die diese Werkstattabende mit den Pfarrverbänden nach Abschluss der Pfarrgemeinderatswahlen durchführen sollen. Auch bei der Unterstützung der Kindertagesstätten will das Bistum ähnliche Wege beschreiten. In Zusammenarbeit mit dem Diözesan-Caritasverband will man Angebote entwerfen, wie man die Träger vor Ort  entlasten und trotzdem in der Fläche bleiben kann. „Wir wissen, dass unsere Kindertagesstätten ganz wichtige Orte für die Pastoral, die Evangelisierung und die Vermittlung des Glaubens sind“, so der Bischof. Dieses Thema setze sich in den Schulen fort. Deshalb sei es auch wichtig, die Religionslehrerinnen und -lehrer in einer säkularer werdenden Welt für ihre Aufgabe zu stärken. Schulreferent Dr. Hans-Peter Eggerl stellte in dem Zusammenhang Modelle zur Fortbildung und spirituellen Vertiefung vor. 
Auch die Firmung mit 16 war noch einmal Thema der Konferenz. Der Beschluss wird in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. „Wir haben die Debatte offen geführt, aber es bleibt dabei: Wir gehen diesen Weg miteinander“, so der Passauer Orberhirte, der hierfür auch die Rückendeckung der Tagungsteilnehmer bekommen habe. Das Ziel müsse nun sein, ein Modell zu finden, mit dem man möglichst viele Jugendliche erreiche und für den Glauben begeistern könne.  Das werde kein Selbstläufer, machte der Passauer Oberhirte deutlich. „Es geht wirklich darum, mit Jugendlichen in Beziehung zu sein, ihnen die Freundschaft anzubieten, ihnen zu zeigen, warum Kirche ein Ort ist, an dem man Gott begegnen und Gemeinschaft erleben kann.“ Die intensive Diskussion über dieses Thema empfinde er als Bereicherung.  
Bestimmt wird der Umgang mit jungen Christen auch bei den künftigen Visitationen zur Sprache kommen. Die Pfarrei-Besuche sollen auf ein neues Fundament gestellt werden. Viele Themen (etwa Bau und Finanzen) sollen nach Ansicht des Bischofs bereits im Vorfeld besprochen und wenn möglich geklärt werden. Bei der eigentlichen Visitation soll dann mehr Zeit sein, um über den Glauben zu sprechen. Gestartet wird mit dieser neuen Art der Visitation im Dekanat Regen. Der Bischof stellt in dem Zusammenhang noch einmal den helfenden Charakter heraus: „Mir ist dabei ganz wichtig: Bischof und Ordinariat wollen hier Dienstleister sein. Wir wollen helfen und ermutigen, beim Thema Evangelisierung voran zu kommen.“
 
Foto: Weggartner


Autor: kri
ZURÜCK ZUR ÜBERSICHT   ARTKEL AUSDRUCKEN
VERLAG PASSAUER BISTUMSBLATT DOMPLATZ 7 94032 PASSAU TELEFON: 0851.3931323 E-Mail: info@passauer-bistumsblatt.de

KONTAKT IMPRESSUM DATENSCHUTZERKLÄRUNG ZEITUNG ABONNIEREN
 
BISTUM-PASSAU.de KATHOLISCH.de VATICAN.va BJA-PASSAU.de CARITASVERBAND-PASSAU.de
© 2011 Werbeagentur grünstich | Angerstraße 31 | 94034 Passau