Kirche vor Ort

„Die Kinder sind unsere Zukunft“

Redaktion am 29.08.2025

Info Icon Foto: Walter Peschl
Pfarrgemeinderats-Vorsitzender Alois Streifinger dankte Father Henry für die informative Präsentation.

Beeindruckender Vortrag von Father Henry über die Arbeit im Kinderdorf in Uganda

Zum drit­ten Mal hat Father Hen­ry kürz­lich die Urlaubs­ver­tre­tung für Pfar­rer Kon­rad Eich­ner im Pfarr­ver­band Per­les­reut-Fürs­ten­eck über­nom­men. Tätig ist er aber als Urlaubs­pfar­rer“ im nie­der­baye­ri­schen Raum bereits seit 2011, was sich in sei­nen her­vor­ra­gen­den Deutsch-Kennt­nis­sen wider­spie­gelt, so dass er jetzt als wei­te­re Fremd­spra­che Bai­risch ler­nen kann“, mein­te Father Hen­ry humor­voll zu Beginn sei­nes Vor­trags über das Leben in Ugan­da im voll­be­setz­ten Fürs­ten­ecker Pfarr­heim bei einer vom Pfarr­ge­mein­de­rat orga­ni­sier­ten Informationsveranstaltung.

In einer Power­Point-Prä­sen­ta­ti­on gab Father Hen­ry Ein­bli­cke in die Land­schaf­ten, die Tier- und Pflan­zen­welt eben­so wie über sei­ne Arbeit in einem Kin­der­dorf in der Nähe des Vic­to­ria-Sees. So erfuhr man, dass in Ugan­da das Schreck­ge­spenst Aids noch längst nicht über­wun­den ist, vie­le Mäd­chen und Buben durch die­se Krank­heit ihre Eltern ver­lie­ren und zu Wai­sen wer­den, vie­le aber auch von ihren Eltern ver­las­sen wer­den, weil sie in ihrer bit­te­ren Armut sich nicht in der Lage sehen, ihre Kin­der zu ernäh­ren und aufzuziehen.

Unse­re Haupt­nah­rungs­mit­tel sind gekoch­te Bana­nen, Mais­brei, Boh­nen, Reis und aller­lei köst­li­che Früch­te. Davon haben wir genug, wenn es aus­rei­chend reg­net. Aber der Kli­ma­wan­del bewirkt, dass auch bei uns das Wet­ter ver­rückt spielt: Zum einen reg­net es zu wenig, und wenn es mal reg­net, dann gleich sol­che Mas­sen, dass wir unter Über­schwem­mun­gen zu lei­den haben“, berich­te­te der Refe­rent und doku­men­tier­te sei­ne Aus­sa­gen mit Fotos und Video-Clips.

Auch Father Hen­ry selbst hat sei­ne Eltern durch Aids ver­lo­ren. Früh reif­te sein Ent­schluss, Pries­ter zu wer­den und sich für die Ärms­ten der Armen, die Kin­der, zu enga­gie­ren: Denn die Kin­der sind unse­re Zukunft!“ Er stell­te in beein­dru­cken­den Bil­dern sein“ Kin­der­dorf vor, wo rund 800 Kin­der zur Schu­le gehen kön­nen und auch zu essen bekom­men. Er ver­wies dabei auf die immens wert­vol­le Arbeit des Ver­eins Mule­kwa“, der 2003 von der Pas­saue­rin Hei­di Lorenz, die beim Vor­trag auch anwe­send war und wei­te­re Infor­ma­tio­nen gab, ins Leben geru­fen wur­de und tat­kräf­ti­ge Hil­fe in Ugan­da leis­te: durch den Bau, die Erwei­te­rung und Aus­stat­tung der Schu­le, die Finan­zie­rung von Schul­geld, durch Mahl­zei­ten für die Kin­der­gar­ten- und Schul­kin­der, die Ein­rich­tung einer Kran­ken­sta­ti­on, die Siche­rung der Was­ser­ver­sor­gung, die Anla­ge von Schul­gär­ten zur Selbst­ver­sor­gung oder die Pflan­zung von Obstbäumen.

Das Wich­tigs­te und Wert­volls­te aber ist die Schul­bil­dung, denn sie hilft den Kin­dern weg von der Stra­ße, weg von Unter­drü­ckung hin zu einem eigen­stän­di­gen Leben. Die schu­li­sche Bil­dung ist der Stolz der Kin­der, die Schu­le ist ihre Hei­mat gewor­den, die Mut macht für eine erstre­bens­wer­te, sinn­vol­le Zukunft“, lau­te­te Father Hen­rys Appell, den Ver­ein Mule­kwa“ und damit auch sein Wir­ken zu unter­stüt­zen. Ich kann euch ver­si­chern: Das Geld kommt bei uns an!“

Die Zuhö­re­rin­nen und Zuhö­rer wur­den bei der Ver­an­stal­tung von den Mit­glie­dern des Pfarr­ge­mein­de­rats mit Snacks und Geträn­ken ver­sorgt und zeig­ten eine gro­ße Spendenbereitschaft.

Text und Foto: Wal­ter Peschl

Infos über den Ver­ein Mule­kwa: Ver­ein Mule­kwa, Hei­di Lorenz, Tel. 0851/59176, oder Eli­sa­beth Manga­lo, Tel. 0851/82666; Spen­den­kon­to: IBAN: DE96 7405 0000 0008 9089 49, SWIFT-BIC: BYLADEM1PAS

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