Wallfahrt

Heimkommen und danken

Redaktion am 15.09.2025

Kapuzinerbruder Georg Greimel erteilt Motorradfahrern den Segen nach dem Gottesdienst. Info Icon Foto: Roswitha Dorfner
Dank- Gottesdienst für Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer 2025 auf dem Altöttinger Kapellplatz. Kapuzinerbruder Georg Greimel erteilt den Segen nach dem Gottesdienst.

Zum 21. Mal hat am 14. September der von den Kapuzinern veranstaltete Dank-Gottesdienst für Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer stattgefunden.

Vor dem Lob­preis am Beginn der Mes­se am Sonn­tag­vor­mit­tag stieß Kapu­zi­ner­bru­der Mari­nus Par­zin­ger dann doch ein­mal einen Stoß­seuf­zer aus: Gott hab‘ Erbar­men mit uns und lass es auf­hö­ren zu reg­nen“, sag­te der Haupt­ze­le­brant und Pre­di­ger. Gott hat­te dann etwas Erbar­men und ließ es immer­hin nicht die gan­ze Zeit reg­nen – beim Segen der heim­fah­ren­den Biker nach dem Got­tes­dienst mein­te es der Herr dann aber wie­der sehr gut mit dem küh­len Nass aus dem Him­mel. Das schlech­te Wet­ter mach­te sich deut­lich bemerk­bar – nicht wie unge­fähr 2500 wie im letz­ten Jahr zum Jubi­lä­um, son­dern nur rund 250 Biker kamen heu­er zum sehr belieb­ten Dank-Got­tes­dienst. Vie­le ande­re folg­ten qua­si im vor­aus­ei­len­den Gehor­sam dem Auf­ruf des Pre­di­gers, vor­sich­tig zu sein und die eige­nen Gren­zen zu ken­nen, denn am Mor­gen goss es wie aus Kübeln – und das war dann eini­gen offen­bar zu gefähr­lich für einen län­ge­ren Aus­flug mit dem Motorrad.

Motorrad Dank-Wallfahrt 2025 – Impressionen

Die meis­ten der Biker kamen aus der nähe­ren Umge­bung. Etwa Oma Maria und Opa Lud­wig mit ihrem Enkel Eli­as aus Neuöt­ting: Wir sind oft hier am Kapell­platz und waren gemein­sam schon meh­re­re Male beim Dank-Got­tes­dienst“, erzähl­ten sie auf Nach­fra­ge. Frü­her sei der Enkel im Bei­wa­gen mit­ge­fah­ren, heu­er durf­te er auf dem Motor­rad hin­ter dem Opa sit­zen und die Oma war im Bei­wa­gen. Max aus Hai­ming kam, um Dan­ke zu sagen für eine gute Sai­son – und im Geden­ken an die Ver­stor­be­nen“, wie er berich­te­te. Schon min­des­tens zehn­mal war er hier mit dabei. Ich freue mich, so vie­le Motor­rad­fah­rer zu tref­fen“, sag­te Georg aus Emmer­ting. Auch er ist schon viel­fach als Wall­fah­rer hier gewe­sen, nicht nur mit dem Bike, son­dern auch zu Fuß, wie er erzähl­te. Eine Grup­pe aus der Gemein­de Hau­sen im Land­kreis Kel­heim trau­te sich an die­sem Tag eine län­ge­re Stre­cke zu: Hel­ga, Peter, Karl-Heinz und Tom nutz­ten die Gele­gen­heit, um Peters neu­en Rol­ler und Hel­gas neue Suzu­ki GSX-8R seg­nen zu las­sen. Rund 120 Kilo­me­ter brach­ten sie dafür hin­ter sich. An die­se Fahrt wer­den wir uns immer erin­nern“, sag­te Hel­ga mit einem Augen­zwin­kern. Eigent­lich sei noch ein fünf­ter mit auf­ge­bro­chen, aber der habe noch zuhau­se lie­ber kehrt­ge­macht. Auch wenn die Fahrt sehr nass gewe­sen sei – sonst sei alles gut gegan­gen; die Gemein­schaft sei es, die Freu­de berei­te. Und die hof­fent­lich mit dafür gesorgt hat, dass auch die Rück­fahrt unfall­frei blieb.

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Alle, die gekom­men sind, haben auf alle Fäl­le einen Rie­sen-Applaus ver­dient“, sag­te Gün­ter Wewerka vom Orga-Team in sei­ner Begrü­ßung. Wich­tig für uns ist es, gut und gesund anzu­kom­men“, stell­te er fest. Heim­kom­men war heu­er das Mot­to der von Musi­ca Nova aus Alt­öt­ting musi­ka­lisch sehr stim­mig gestal­te­ten Mes­se. Zuhau­se, das sei dort wo Ver­ständ­nis für uns ist, wo Leis­tung, Bil­dung und Sta­tus kei­ne Rol­le spie­len, wo wir geliebt wer­den“, erklär­te Gün­ter Wewerka. Und nicht zuletzt sei­en wir alle bei die­sem Got­tes­dienst zuhau­se, weil wir als Chris­ten wis­sen, dass wir von Gott gewollt und geliebt sind“.

Ver­wur­zelt zu sein sei eben­so wich­tig wie das Unter­wegs sein gemein­sam mit ande­ren, stell­te Bru­der Mari­nus in sei­ner Pre­digt fest. Es sei­en der Glau­be, die Hoff­nung und die Lie­be, die Kraft schenk­ten. Er erin­ner­te an den Son­nen­ge­sang des Fran­zis­kus von Assi­si. Als es ihm sehr schlecht ging, habe der Hei­li­ge die­sen schö­nen Text“ geschrie­ben, erin­ner­te Bru­der Mari­nus. Die­se Welt ist schön, machen wir sie uns doch nicht kaputt“, appel­lier­te er. Wir sei­en dazu auf­ge­ru­fen, die­se Welt wert­zu­schät­zen, die für eine gewis­se Zeit unse­re Hei­mat sei – solan­ge, bis wir in der wah­ren Hei­mat im Him­mel ankom­men. Wir kön­nen immer umkeh­ren und uns auf den Weg nach Hau­se machen“, stell­te Bru­der Mari­nus in Bezug auf das Gleich­nis vom ver­lo­re­nen Sohn (Lk 15,1132) fest. Die Türe ist immer offen.“

Michael
Glaß

Redakteur

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