Foto: Stefanie Hintermayr / pbp
Beim diesjährigen Gebetstag für Betroffene und mit Betroffenen sexuellen Missbrauchs hat Bischof Stefan Oster SDB eine Andacht zelebriert. Im Anschluss bestand in Spectrum Kirche Passau noch Gelegenheit zum Gespräch.
Seit vielen Jahren schon findet in Passau alljährlich ein Gebetstag für Betroffene und mit Betroffenen sexuellen Missbrauchs statt – ein bewusstes Zeichen gegen sexualisierte Gewalt und für die Solidarität mit Betroffenen. Vor dem Hintergrund der Aufarbeitungsstudie zu sexuellem Missbrauch und körperlicher Gewalt im Bistum, die voraussichtlich noch im Herbst dieses Jahres veröffentlicht wird, hatte der Gebetstag am 16. November einen besonderen Stellenwert. „Sie wird viele Fragen und Schmerzen wecken. Wir stehen in dieser Spannung – zwischen Erschütterung und der Hoffnung, dass Wahrheit freimacht“, führte eine Betroffene zu Beginn der Andacht nach der Begrüßung von Bischof Stefan Oster in die Thematik ein. Weiter meinte sie: „Wenn wir heute an die Opfer sexueller, physischer und psychischer Gewalt erinnern, dann denken wir an Menschen, denen das Wichtigste genommen wurde – ihre Würde. Sie haben Missachtung und Missbrauch am eigenen Leib erfahren, einmal oder immer wieder, längst vergangen und doch bis heute gegenwärtig.“ Bei allen Wunden und allem Schmerz bringe sie aber Hoffnung mit, „in der Gewissheit, dass Gottes Ruf uns gilt – heute, hier, mitten im Leben.“



