Tierische Freunde

Redaktion am 18.08.2025

Redakteurin Uschi Friedenberger am Lenkrad im Schulbus. Info Icon Foto: privat
Wenn Redakteurin Uschi Friedenberger Schulbus fährt, bekommt sie auch so manche Neuigkeiten über die Haustiere der Schüler mit.

Wenn Redakteurin Uschi Friedenberger Schulbus fährt, dann bekommt sie auch so manche Neuigkeiten über die Haustiere der Schüler mit. Im Editorial der aktuellen Ausgabe 34-2025 erzählt sie Anekdoten, die zu Herzen gehen und zum Schmunzeln anregen.

Gera­de haben wir unge­fähr Halb­zeit bei den gro­ßen Feri­en, doch sie feh­len mir jetzt schon, die Nach­rich­ten über Rosi, Pau­li, Bobo oder auch Mol­ly und Smarty.

Jetzt muss ich ein biss­chen aus­ho­len: Ich bin ja seit etwa einem Jahr auch Bus­fah­re­rin. Wenn ich Schul­bus fah­re, erzäh­len bei War­te­zei­ten vor der Abfahrt vor allem die Grund­schü­ler oft, was es bei ihren Haus­tie­ren Neu­es gibt. Da fie­be­re ich natür­lich mit, wenn Lot­ta berich­tet, dass ihrem 10 Mona­te alten Hund Rosi vor kur­zem so rich­tig schlecht gewor­den ist – mit allem, was dazu­ge­hört. Der Kor­bi aus der 1. Klas­se erzählt dage­gen von sei­nem Kater Pau­li, der zwar nicht ins Haus darf, ansons­ten auf dem gro­ßen Bau­ern­hof freie Bahn hat, sich aber lei­der nicht mit dem Hund verträgt.

Der Nachbar Nico, ein kleiner West Highland Terrier, geht oft mit der Autorin joggen. Info Icon Foto: Uschi Friedenberger
Der Nachbar Nico, ein kleiner West Highland Terrier, geht oft mit der Autorin joggen. Im Bild mit herrlichem Blick auf die Passauer Altstadt.

Eva dage­gen kann es oft nicht schnell genug gehen, mit dem Schul­bus nach Hau­se zu kom­men, denn da war­ten schon ihre Schild­krö­ten Mol­ly und Smar­ty. Die darf man nicht her­um­tra­gen, habe ich von Eva gelernt, das mögen Schild­krö­ten nicht. Neu­lich habe ich bei einer Grund­schu­le einen Buben mit einer Kat­ze auf dem Arm gese­hen. Wenn der Bub mor­gens zu Fuß in die Schu­le geht, folgt ihm oft die Kat­ze, hat der Schü­ler erzählt. Sie ver­treibt sich dann in der Schu­le die Zeit und war­tet, bis ihr Herr­chen mit dem Ler­nen fer­tig ist und dann trägt er die Mie­ze wie­der mit nach Hause.

Mir geht immer das Herz auf, wenn ich erle­be, mit wie viel Wär­me und Ein­füh­lungs­ver­mö­gen die oft so tech­nik­ori­en­tier­ten Kin­der von ihren Tie­ren spre­chen. Übri­gens bin ich seit kur­zem auch mit im Club“. Ich habe zwar selbst kei­nen Hund, bin aber regel­mä­ßig mit mei­nem Nach­barn Nico unter­wegs. Das ist ein klei­ner West High­land Ter­ri­er, der abends oft mit mir jog­gen geht, seit sein Herr­chen und sein Frau­chen nicht mehr so gut auf den Bei­nen sind. Auch wenn der klei­ne wei­ße Wuschel oft ziem­lich stör­risch das Tem­po und die Rich­tung bestim­men will, geht es mir doch durch und durch, dass er vor Freu­de wie ein Ver­rück­ter her­um­springt, wenn er mich kom­men sieht. Dann weiß er näm­lich: Jetzt geht’s gleich los!

Tie­re sind unse­re bes­ten Freun­de, heißt es. Und da ist echt was dran. Trotz­dem müs­sen sich auch die Vier­bei­ner, bezie­hungs­wei­se ihre Herr­chen und Frau­chen, an Regeln hal­ten. Und da kann ein frü­he­rer Dom­mes­ner ein Lied davon sin­gen. Er hat es näm­lich gele­gent­lich erlebt, dass Tou­ris­ten ihren Hund par­tout in den Dom mit­neh­men woll­ten, was nicht erlaubt ist. Die Besu­cher haben oft argu­men­tiert, dass ja schon der hei­li­ge Fran­zis­kus die Tie­re als unse­re Mit­ge­schöp­fe sehr ver­ehrt hat und was sich die Kir­che heut­zu­ta­ge dabei über­haupt den­ke, Tie­re aus Got­tes­häu­sern aus­zu­schlie­ßen. Der frü­he­re Dom­mes­ner war irgend­wann an dem Punkt, wo er sich nicht mehr auf Dis­kus­sio­nen mit unein­sich­ti­gen Leu­ten ein­ge­las­sen hat – über Hygie­ne oder über ande­re Dom­be­su­cher, die All­er­gien oder Angst vor Hun­den haben. Er hat dann ein­fach gesagt: Natür­lich darf Ihr Hund mit in den Dom – nach­dem er mir ein Vater­un­ser vor­ge­be­tet hat!“

Ursula
Friedenberger

Redakteurin

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