Foto: Roswitha Dorfner
Altötting kennt Menschenmengen von den großen Fußwallfahrten her. Doch über 7000 junge Pilger aus den USA sprengten am Mittwoch, 6. August das gewohnte Bild deutlich. So voll war Kapellplatz seit dem Besuch Papst Benedikt XVI. 2006 nicht mehr – ein in jeder Hinsicht beeindruckendes Glaubenszeugnis.
Es war, als wollten sie die biblischen„Mauern von Jericho“ abermals zum Einsturz bringen: Laut singend, mit Gitarren, Trommeln, Trompeten und den antiken Schofaren gleichen Hallposaunen zog seit dem Vormittag Gruppe um Gruppe auf dem zentralen Platz des Gnadenortes ein. Ordner geleiteten sie in die ihnen zugewiesenen Sektionen des durch Flatterband unterteilten Geländes. Überhaupt herrschte trotz des zunehmenden Gewimmels und der beeindruckenden Geräuschkulisse eine erstaunliche Disziplin unter den jungen Gästen aus Gemeinschaften („Familien“) des Neokatechumenalen Weges vorwiegend vom US-Festland, aber auch aus den entlegensten amerikanischen oder britischen Überseegebieten wie Guam, Bermuda oder den Turks- und Caicos-Inseln. Altötting war an diesem Tag fest in amerikanischer Hand –„America first“ einmal anders sozusagen.



