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Zeit zum Reden über die „Heimat“
Zeit zum Reden über die „Heimat“
Zeit zum Reden über die „Heimat“

Neues Angebot 2018: Donnerstagsgespräche der Ehe-, Familien- und Lebensberatung

Passau/Altötting. „Zeit zum Reden“ finden Menschen beim neuen Angebot der Ehe-, Familien- und Lebensberatung Passau. 
Unsere Welt verändert sich rasant. Informationen überfluten uns. Täglich erregen neue Bilder unsere Aufmerksamkeit. Wie finden wir uns in dieser Fülle noch zurecht? Diese Frage stellt sich für viele Menschen. Es zeigt sich immer deutlicher, wie sehr die Globalisierung verunsichert. Die Angst, seine genetische, sprachliche, kulturelle und werthafte Identität zu verlieren, wächst. Viele wollen die Grenzen dicht sehen, weil sie Heimat und Selbstsein nicht verlieren wollen.
Im Kern ist der politisch gewordene Abschottungswille ein psychologisches Phänomen. In der frühen Seele des Kindes wird festgelegt, wie offen, neugierig und kooperationsbereit es in diese Welt geht. Voraussetzung dafür ist eine sichere emotionale und kulturelle Bindung. Jeder Mensch braucht Stabilität und Einheit, um Flexibilität und Vielfalt auszuhalten und zu schätzen. Es braucht Heimat, um die große Welt erobern zu wollen.
Die Reihe „Donnerstagsgespräche“ der EFL widmet sich 2018 dem Themenkreis „Heimat! Und so bin ich daheim“. Ziel ist, nach einem Kurz-Vortrag oder Impuls in einen klärenden Dialog zu kommen, um sich in seiner Meinung und seinen Bedürfnissen sicherer zu werden. 
Die Abende, mitunterstützt von der Katholischen Erwachsenenbildung, finden im Jahr 2018 jeweils am Donnerstag von 19:30 bis 21:00 Uhr in der Ehe-, Familien- und Lebensberatung Passau, Höllgasse 29, statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Die Referenten/innen sind allesamt Fachleute aus den Bereichen Psychologie, Pädagogik und Theologie und betrachten die Themen aus der Perspektive der praktischen Lebensbewältigung. Ein kleiner Überblick: 
 
18. Januar 2018: „Bei mir daheim…“ – Auf biografischer Spurensuche nach den Werten des eigenen Lebens mit Dr. Gabriele Pinkl. Werte werden in der Familie weitergegeben, viele davon bewusst, viele unbewusst. Wie und was wir leben, hat für uns einen Wert, ist uns wichtig. Welche Werte werden in unserer pluralistischen Gesellschaft unterschiedlich, ähnlich oder sogar widersprüchlich weitergegeben? Welche Werte haben wir aus unserer Herkunftsfamilie übernommen? Solche Fragen sollen an dem Abend bedacht und besprochen werden.
 
1. März 2018: „Und dann sind wir uns fremd geworden…“ – Aufgabe und Sinn von Paarkonflikten in heutigen Partnerschaften mit Helmut A. Höfl, Altötting. Paare suchen und finden sich, weil sie spüren, welch tiefe Resonanz sie gegenseitig auslösen, wie sehr sie zusammenpassen und welche Kraft ihnen Vertrauen und Intimität verleiht. Es entsteht ein sicheres Gefühl: „Mit meinem Partner bin ich bei mir daheim“. Paarkrisen erschüttern diese Sicherheit. Wenn Paare diese Krisen bewältigen, erweitern sie ihr Herz. Das Aushalten und Annehmen der Fremdheit lässt uns das Andere im Partner noch tiefer annehmen. Das macht uns Menschen offener, freier und liebesfähiger.
 
26. April 2018: „Wenn Fremdes uns ängstigt“ – Sicherheit gewinnen aus und in uns selbst mit Dr. Gabriele Pinkl, Passau. Sicherheit ist ein wesentliches Grundbedürfnis in unserem Leben. Wie begegnen wir Unsicherheiten, wenn wir Fremdes in und um uns wahrnehmen. Nach einem Modell des Psychoanalytikers Arno Gruen wird anschaulich gemacht, wie Ungeliebtes und Fremdes in unserer Gesellschaft über Erziehung „ausgelagert“, „abgespalten“ wird – und uns immer wieder in anderen Menschen begegnet. Wir können wir, trotz dieser wiederkehrenden Fremdheits-Erlebnisse, Sicherheit in uns selber gewinnen oder erhalten, und andere so-sein lassen wie sie sind. 
 
17. Mai 2018: „Gegensätze ziehen sich an“ – oder doch „Gleich und gleich gesellt sich gern“? – Bindungsaspekte in der Paarbeziehung mit Daniela Albrecht, Bad Füssing. Das Thema Liebe und Partnerschaft beschäftigt die Menschen ein Leben lang. Denn wir alle sind von der Sehnsucht ergriffen, einen Menschen zu finden, mit dem wir alt werden können, der mit uns alle Höhen und Tiefen des Lebens und vor allem auch den Alltag teilen kann. Aber wie finden wir diese(n) „Eine(n)“? Der Frage, ob sich nun Gleich und Gleich gern gesellt oder ob es die Gegensätze sind, die uns anziehen, werden die Gesprächsteilnehmer an diesem Abend mit Hilfe der der Bindungstheorie und der Bindungsforschung auf den Grund gehen.
 
21. Juni 2018: „Familie als Heimat.“ FamilienTeam – Das Miteinander in der Familie stärken mit Petra Schmidt, Passau. Jeder Mensch sehnt sich nach einem sicheren Ort, den er in der vornehmlich in der Familie finden möchte. Doch ein Zusammenleben in einer wertschätzenden und wohlwollenden Atmosphäre ist nicht immer einfach zu schaffen. Wie aus einem Nebeneinander oder sogar einem Gegeneinander ein Miteinander werden kann, dazu will dieser Abend Anregungen geben. 
 
18. Oktober 2018: „Zwischen Veste, Dom und den drei Flüssen“ – Niederbayerisches Selbst-Sein zwischen Skepsis vor dem Neuen und Vertrauen in die Zukunft mit Helmut A. Höfl, Altötting. Die Stadt Passau steht in Spannung zwischen den schier unveränderlichen Bauwerken des Doms bzw. der Veste Oberhaus und den drei lebendigen Flüssen, die das Wesen des stets Fließenden widerspiegeln. Manche vergleichen diese Spannung mit der Seele Niederbayerns: bewahrend, festhaltend, unveränderlich einerseits. Beweglich, freigeistig, kreativ andererseits. Der Abend ist eine Suche nach Spuren niederbayerischer Identität, wie sie sich an einer psychologischen Beratungsstelle für Paare und Familien zeigt.   
 
15. November 2018: „Leben im Nebel der drei Flüsse“ – in winterlichen Zeiten Erschöpfung und Depression erkennen und überwinden mit Daniela Albrecht, Bad Füssing. Die Winterdepression ist eine saisonal abhängige Depression und wird auch oft als „Winterblues“ oder „Lichtmangel-Depression“ bezeichnet. Besonders in Passau sind viele Menschen von der „seasonal affectiv disorder“ (der Winterdepression) betroffen. Über den drei Flüssen Passaus bildet sich häufig sehr dicker Nebel, der die Stadt wie eine schwere Decke vor den Sonnenstrahlen verborgen hält. Dies sowie die ohnehin kurzen Tage mit geringer Sonneneinstrahlung im Winter werden spürbar und verursachen bei den Betroffenen eine ständige Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Niedergeschlagenheit, Heißhungerattacken und schlechte Laune. Der Abend soll einen Überblick über Ursachen, Symptome, Vorbeugung und mögliche Behandlungsformen geben, sowie Fragen rund um die Winterdepression beantworten.
 
Foto: Herbert Lichtenauer


Autor: red
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