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Der  Anstoß
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Der Anstoß
Kommentar. Es begann mit einem unerwarteten Anruf. Ein Pomologe (die Pomologie beschäftigt sich mit Obstbaukunde) fragte mich am Telefon, ob ich ihm für seinen Beitrag im „Garten-Ratgeber“ einige meiner Fotos zur Verfügung stellen könnte. Und zwar ging es um Bilder von zwei Menschen, die weit und breit jeder kennt. Gemeint sind Anni und 
Alois Sigl, beide über 80 Jahre alt und wohnhaft in Hilgenreith im Landkreis Freyung-Grafenau. Seit im Jahr 2012 das Buch „Anni und Alois. Arm sind wir nicht. Ein Bauernleben“ erschienen ist, geben sich Besucher in ihrem Einödhof die Klinke in die Hand. Weil die Anni eine Expertin für Obstanbau und das Veredeln der Obstbäume ist, ist sie gefragte Referentin bei unzähligen Vorträgen. Und so kam auch oben genannter Pomologe mit rund 70 Kollegen nach Hilgenreith, wo ihnen die 81-jährige Anni Sigl Rede und Antwort stand. (Und für die Teilnehmer 120 Krapfen gebacken hat!)
Es ist nun über drei Jahre her, dass ich Anni und Alois Sigl für eine Bistumsblatt-Reportage in Hilgenreith besucht habe. Dabei habe ich von den Sigls, die in ihrem Naturparadies sehr bescheiden leben, viel gelernt. Über die Pflege von Obstbäumen, das Lagern der Äpfel, den Gartenbau, über die Hühnerhaltung – und über Zufriedenheit. Denn die Anni, die seit ihrer Hochzeit vor 56 Jahren in Hilgenreith wohnt, hat gemeint: „I bin restlos zufrieden. A direktes Paradies ham mir hier. I möcht mit niemand tauschen. Vom Herrgott wünschen wir uns nur Gesundheit!“ Man muss dazusagen, dass die Sigls ohne Heizung, Bad, Auto und Großeinkäufe im Supermarkt auskommen. Alle paar Wochen einmal fährt Anni Sigl mit dem Bulldog zum Einkaufen nach Innernzell. Und dann ist sie aber froh, wenn sie wieder draußen ist aus dem Geschäft und heimkommt, wo nicht nur Alois, sondern auch zahlreiche Hühner und Katze „Maukei“ auf sie warten.
In letzter Zeit habe ich es schon öfter im Sinn gehabt, die Anni Sigl wieder einmal anzurufen. Es ist bislang beim Vorhaben geblieben. Der Anruf des Pomologen wegen der Fotos gibt nun den Anstoß. Ich greife zum Telefonhörer. „Sigl!“ meldet sich die Anni am anderen Ende. Und kurz gesagt: Es wird ein langes und sehr interessantes Gespräch über Gott und die Welt, über die diesjährige eher schlechte Apfelernte, über Äpfelsorten für Diabetiker und Allergiker, über Hühner und Katze und über Annis Lieblingssendung „Landfrauenküche“. Und zum Schluss vereinbaren wir, dass ich an einem Tag so um Weihnachten vorbeikommen kann in Hilgenreith. Das wird dann einer meiner ersten Artikel fürs neue Jahr und ich freue mich schon heute darauf.
Den Anstoß, dass die schon länger geplante Sache nun endlich ins Rollen kam, hat der Anruf des Pomologen gegeben. Und wie sieht es bei Ihnen aus? Haben Sie sich auch schon seit längerem etwas vorgenommen? Dann packen Sie es doch heute noch an! Vielleicht könnte dieser Text der Anstoß dafür sein!?
 


Autor: Uschi Friedenberger
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